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RFID

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RFID, Radio Frequency Identification, bedeutet es in etwa Identifizierung über Radiowellen und bietet die Möglichkeit Daten berührungslos und ohne Sichtkontakt zu erfassen.


Aufbau

Als Datenträger werden Transponder eingesetzt. Die Daten werden zwischen Transponder und Lesegerät übertragen. Eine wechselseitige Kommunikation wird ausgelöst wenn der Transponder im Empfangsbereich des Lesegerätes kommt. Um die Kommunikation aufzubauen verfügen Transponder und Lesegeräte über Kopplungselemente in Form von Spulen. Der Datenaustausch erfolgt durch magnetische bzw. elektromagnetische Wellen.

Transponder, zusammengesetzt aus den englischen Worten Transmitter (Sender) und Responder (der Antwortende).


Funktion

Im Lesegerät wird ein Aufrufsignal mittels eines Generators erzeugt das einer Spule zugeführt wird. Die Spule erzeugt ein magnetisches Wechselfeld. Das Wechselfeld tritt an der gesamten Spule ein- und aus. Ein Teil der Feldlinien des Wechselfeldes durchfließt dabei auch die „Antennenspule“ des Transponders. Nach dem Induktionsgesetz wird in der „Antennenspule“, des Transponders, eine Spannung erzeugt, die von der angeschlossenen Elektronik weiterverarbeitet wird. Dabei wird das Antwortsignal erzeugt, zum Lesegerät zurück geschickt und der Transponder ist erkannt. Mit den erkannten Daten des Transponders können zum Beispiel Datenbanken nach Einträgen durchsucht werden.


Induktionsgesetz.: In einer Spule wird eine Spannung induziert,
wenn sich das von ihr umfasste Magnetfeld ändert.

Die Induktionsspannung hängt von der Schnelligkeit und Stärke dieser Änderung und vom Bau der Spule ab.

Ohne Eisenkern.: Die in einer Spule induzierte Spannung ist umso größer.:
1) ...je stärker sich das von der Spule umfasste Magnetfeld ändert,
2) ...je schneller die Änderung des von der Spule umfassten Magnetfeldes erfolgt.
Mit Eisenkern.: Die in einer Spule induzierte Spannung ist umso größer.:
1) ...je mehr Windungen die Spule hat,
2) ...je größer die Querschnittsfläche der Spule ist.


Einsatz

RFID-Chips können in Eintrittskarten von Freizeitparks, Mitarbeiter- und Personalausweisen, Schlüsselanhängern, etc. eingebettet werden. So wird RFID in den unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt, wie zum Beispiel der Zugang ins eigene Haus, Zugangskontrolle in bestimmte Bereiche, Personen-Identifikation. In Kaufhäusern wird diese Technik zur Diebstahlsicherung eingesetzt.


Vorteile

Der Hauptvorteil gegenüber der Kontaktchipkarten ist die nahezu verschleißfreie Nutzung und Handhabung der RFID-Chips, da der Zugriff kontaktlos erfolgt. Des weiteren benötigen die RFID- Chips keine eigene Energiequelle und sind wartungsfrei. Der Kontakt zwischen Lesegerät und Transponder kann über eine Distanz von bis zu 0,7 m erfolgen und die Daten gelesen bzw. übertragen werden. Die Versorgung des RFID-Chips mit Energie erfolgt, wie auch die Übertragung der Informationen, durch die erzeugten elektromagnetischen Felder.


Nachteile

Der Hauptvorteil der RFID-Chips ist auch einer der größten Nachteile, denn je nach Stärke des, vom „Lesegerät“ erzeugten, Wechselfeldes können alle RFID-Chips (im Personalausweis, die Produkt-Sicherungschips) erfasst werden. So könnten zum Beispiel Bewegungsprofile erstellt werden, die wiederum für gezielte Werbung genutzt werden zu können.

Mit ein wenig Alufolie, die um RFID-Chip gewickelt wird, kann die Erfassung eingedämmt werden.



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