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Wärmeleitpaste

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Wärmeleitpaste ist ein Feststoff-Flüssigkeitsgemisch, welches zur besseren Wärmeübertragung zwischen einem elektrischen Bauteil und einem Kühlkörper aufgetragen wird.


Leitpaste.jpg

Aufbau

Die Wärmeleitpaste enthält hauptsächlich Silikonöl und Zinkoxid. Teurere Varianten beinhalten Metallbestandteile, wie Kupfer, Aluminium oder Silber. Auch thermoplastische Kunststoffe können in der Wärmeleitpaste enthalten sein. Recht neu ist der Einsatz von Flüssigmetall, welches die Wärmeleitpaste um ein vielfaches wärmeleitfähiger macht als seine Vorgänger.


Anwendung

Zwischen dem elektrischen Bauteil und dem Kühlkörper würde ohne Wärmeleitpaste ein Luftpolster entstehen, welches durch die Unebenheiten der Bauteile verursacht wird. Die Wärmeleitpaste schließt, bedingt durch seine Eigenschaften, die Unebenheiten und stellt eine wärmeleitende Verbindung zwischen Bauteil und Kühlkörper her. Je besser die Leitfähigkeit der Wärmeleitpaste ist, desto besser ist die Wärmeübertragung zum Kühlkörper.


Alternativen

  • Einige Prozessorkühler sind mit sogenannten Wärmeleitpads ausgestattet. Das Auftragen der Wärmeleitpaste entfällt hier. Nach dem Anpressen des Lüfters auf den Prozessor nimmt das Wärmeleitpad seine Form an und schafft damit die erforderliche Wärmeleitfähigkeit.
  • Wärmeleitkleber haben nicht nur eine Wärmeleitfähigkeit, sondern auch eine klebende Wirkung. Sie werden häufig dort eingesetzt, wo hohe Temperaturen übertragen werden müssen und der Kühlkörper nicht anderweitig befestigt werden kann. Die Wärmeleitfähigkeit ist allerdings nicht so gut wie bei der Wärmeleitpaste. Außerdem hat das Lösen der Klebeverbindung sehr häufig eine Zerstörung der Bauteile zur Folge.


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