reicheltpedia, das Wiki für Elektronik

Satellitenanlagenplanung

Aus Reicheltpedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Um eine Satellitenanlage zu planen, bedarf es einiger Vorarbeit und etwas Fachwissen. Die einzelnen Schritte zur eigenen Satellitenanlage sind hier einmal aufgeführt und sollen bei der Auswahl des passenden Systems unterstützen.


TechniSatTechniRouter.jpg

Erster Schritt: Vorplanung

Jede Satellitenanlage ist individuell. Um eine richtige Auswahl treffen zu können, sollten folgende Punkte berücksichtigt werden:

  • Wie viele Teilnehmer sollen angeschlossen werden?
  • Wie viele Anschlüsse werden benötigt? (Hinweis: Ein Twin-Receiver benötigt 2 Anschlüsse)
  • Sind die Leitungen schon gelegt?
  • Wenn ja: Ist eine separate Leitung für jeden Anschluss vorhanden?
  • Wenn nein: Welche Kabellängen werden benötigt?
  • Welche Montagemöglichkeit kommt für die Satellitenschüssel in Frage? (Z.B. Mast-, Dachsparren-, Geländer- oder Hauswand-Montage)
  • Welche Änderungen, wie z.B. Umbau oder Ausbau, sind zu erwarten bzw. geplant?
  • Wenn ja: Wie viele Anschlüsse kommen voraussichtlich maximal dazu?
  • Ist der Empfang von freien HD-Programmen oder HD+ vorgesehen? (Wichtig auch für die Receiver-Auswahl)


Zur Unterstützung folgende Hinweise:

  • An dem Hauptanschluss bzw. den Hauptanschlüssen, wie z.B. Wohnzimmer, sollten mindestens 2 Anschlüsse eingeplant werden, da hier meistens ein Receiver mit Aufnahmefunktion eingesetzt wird und diese idealerweise über einen Twin-Tuner verfügen. Für spätere Aufnahmen bei gleichzeitiger Nutzung eines anderen Senders ist der zweite Anschluss notwendig.
  • Ggf. ein bis zwei Anschlüsse zusätzlich einplanen. So können unerwartete Erweiterungen in die vorhandene Anlage eingebunden werden.


Zweiter Schritt: Auswahl

Nach den zuvor ermittelten Angaben kann die Grundstruktur ausgewählt werden. Die wichtigsten Kriterien sind in der Regel die Anzahl der Teilnehmer und die ggf. vorhandene Verkabelung.

SAT Anlagen Flussdiagramm1.jpg


Nachfolgend werden verschiedene SAT-Anlagen mit Struktur, Beispielaufbau und Warenkorb des Beispielaufbaus dargestellt:

1. Einzelnutzer-Anlage
2. Zweinutzer-Anlage
3. Viernutzer-Anlage
4. Achtnutzer-Anlage
5. Mehrnutzer-Anlage
6. Unicable-Anlage
7. Unicable 2-Anlage
8. Glasfaser-Anlage
9. SAT-over-IP
10. SAT TV to IP


1. Einzelnutzer-Anlage

Bei einem Einzelanschluss wird nur ein Empfänger eingesetzt. Für eine spätere Erweiterung ist ein LNB-Tausch notwendig.

Struktur und Beispielaufbau 1

Es wird nur eine Leitung vom LNB direkt zum Receiver benötigt.

Single-LNB.jpg

Warenkorb des Beispielaufbaus

Artikelliste aufrufen

Hinweis:

Durch diesen Link kann der Beispielwarenkorb aufgerufen werden. Die Artikel können dann dem persönlichen Warenkorb hinzugefügt werden. Individuelle Änderungen und Erweiterungen des Warenkorbes, für z.B. längere Leitungen etc., sind selbstverständlich weiterhin möglich.


Struktur und Beispielaufbau 2

Ein Monoblock Single wird an den Offset-Spiegel montiert. Der Monoblock besteht aus zwei LNB´s, die zum Beispiel im Abstand von 6° fest aufgebaut sind. Somit sind sie in der Lage, von zwei Satelliten (Astra und Hotbird) gleichzeitig Signale zu empfangen. Die Montage ist sehr einfach. Schaut man von vorn auf den Monoblock, wird der rechte LNB auf den Astra ausgerichtet. Durch den festen Aufbau des linken LNBs wird dieser automatisch auf den Hotbird ausgerichtet sein. Der eingebaute DiSEqC-Schalter sorgt dafür, dass die gewünschten Signale am Ausgang anliegen. Zusätzlich wird ein DVB-T Signal über eine SAT-Einspeiseweiche auf den Ausgang gelegt, sodass nicht nur ein SAT-Receiver, sondern auch ein DVB-T Receiver angeschlossen werden kann.

Monoblock Single.jpg


2. Zweinutzer-Anlage

Der Twinanschluss ist für die Versorgung zweier Empfänger ausgelegt. Für eine spätere Erweiterung ist auch hier ein LNB-Tausch notwendig.

Struktur und Beispielaufbau 1

Es wird je eine Leitung vom LNB direkt zu den Receivern benötigt.

Twin-LNB.jpg

Warenkorb des Beispielaufbaus

Artikelliste aufrufen

Hinweis:

Durch diesen Link kann der Beispielwarenkorb aufgerufen werden. Die Artikel können dann dem persönlichen Warenkorb hinzugefügt werden. Individuelle Änderungen und Erweiterungen des Warenkorbes, für z.B. längere Leitungen etc., sind selbstverständlich weiterhin möglich.


Struktur und Beispielaufbau 2

Ein Monoblock Twin wird an den Offset-Spiegel montiert. Der Monoblock besteht aus zwei LNB´s, die zum Beispiel im Abstand von 6° fest aufgebaut sind. Somit sind sie in der Lage, von zwei Satelliten (Astra und Hotbird) gleichzeitig Signale zu empfangen. Die Montage ist sehr einfach. Schaut man von vorn auf den Monoblock, wird der rechte LNB auf den Astra ausgerichtet. Durch den festen Aufbau des linken LNBs wird dieser automatisch auf den Hotbird ausgerichtet sein. Die eingebauten Multi- und DiSEqC-Schalter sorgen dafür, dass zwei Receiver mit den gewünschten Signale versorgt werden können. Zusätzlich wird ein DVB-T Signal über einen SAT-Verteiler und zwei SAT-Einspeiseweiche auf die Ausgänge gelegt, sodass nicht nur zwei SAT-Receiver, sondern auch zwei DVB-T Receiver anschließbar sind.

Monoblock Twin.jpg


3. Viernutzer-Anlage

Der Quadanschluss ist für vier Empfänger ausgelegt. Nicht zu verwechseln mit einem Quattro-LNB, der für den Anschluss an einem Multischalter vorgesehen ist.

Struktur und Beispielaufbau

Es wird jeweils eine Leitung vom LNB direkt zu den Receivern benötigt.

Quad-LNB.jpg

Warenkorb des Beispielaufbaus

Artikelliste aufrufen

Hinweis:

Durch diesen Link kann der Beispielwarenkorb aufgerufen werden. Die Artikel können dann dem persönlichen Warenkorb hinzugefügt werden. Individuelle Änderungen und Erweiterungen des Warenkorbes, für z.B. längere Leitungen etc., sind selbstverständlich weiterhin möglich.


4. Achtnutzer-Anlage

Octo-LNBs ermöglichen den Anschluss von acht Empfängern. In der Regel kommt bei dieser Empfängeranzahl die Struktur mit einem Multischalter zum Einsatz.

Struktur und Beispielaufbau

Es wird jeweils eine Leitung vom LNB direkt zu den Receivern benötigt.

Octo-LNB.jpg

Warenkorb des Beispielaufbaus

Artikelliste für 6 Teilnehmer aufrufen
Artikelliste für 8 Teilnehmer aufrufen

Hinweis:

Durch diesen Link kann der Beispielwarenkorb aufgerufen werden. Die Artikel können dann dem persönlichen Warenkorb hinzugefügt werden. Individuelle Änderungen und Erweiterungen des Warenkorbes, für z.B. längere Leitungen etc., sind selbstverständlich weiterhin möglich.


5. Mehrnutzer-Anlage

Der klassische Aufbau wenn mehr als 4 Empfänger angeschlossen werden sollen. Die Multischalter sind in den verschiedensten Ausführungen erhältlich und zum Teil auch kaskadierbar um die anschließbare Empfängeranzahl zu erhöhen. Zudem bieten Multischalter einen zusätzlichen Eingang für z.B. die Einspeisung von DVB-T-Signalen.

Struktur und Beispielaufbau 1

Es werden vier Leitungen für die 4 Ebenen vom Quattro-LNB zum Multischalter und jeweils eine Leitung vom Multischalter zu den jeweiligen Receivern benötigt. Die Grenze der anschließbaren Receiver ist von der Anzahl der vorhandenen Ausgänge am Multischalter abhängig.

Mehrbenutzer.jpg

Warenkörbe des Beispielaufbaus 1

Artikelliste für 4 Teilnehmer aufrufen
Artikelliste für 6 Teilnehmer aufrufen
Artikelliste für 8 Teilnehmer aufrufen

Hinweis:

Durch diesen Link kann der Beispielwarenkorb aufgerufen werden. Die Artikel können dann dem persönlichen Warenkorb hinzugefügt werden. Individuelle Änderungen und Erweiterungen des Warenkorbes, für z.B. längere Leitungen etc., sind selbstverständlich weiterhin möglich.


Struktur und Beispielaufbau 2

Ein Multifeedhalter wird an den Arm des Offset-Spiegels montiert. Beide LNBs werden in je einen Halter verschraubt. Es werden jeweils vier Leitungen für die 4 Ebenen der Quattro-LNBs zum Multischalter und jeweils eine Leitung vom Multischalter zu den jeweiligen Receivern benötigt. Die Grenze der anschließbaren Receiver ist von der Anzahl der vorhandenen Ausgänge am Multischalter abhängig.

DiSEqC Multi.jpg


Struktur und Beispielaufbau 3

Ein Monoblock Quattro wird an den Offset-Spiegel montiert. Der Monoblock besteht aus zwei LNB´s, die zum Beispiel im Abstand von 6° fest aufgebaut sind. Somit sind sie in der Lage, von zwei Satelliten (Astra und Hotbird) gleichzeitig Signale zu empfangen. Die Montage ist sehr einfach. Schaut man von vorn auf den Monoblock, wird der rechte LNB auf den Astra ausgerichtet. Durch den festen Aufbau des linken LNBs wird dieser automatisch auf den Hotbird ausgerichtet sein. Die eingebauten Multi- und DiSEqC-Schalter sorgen dafür, dass vier Receiver mit Signalen bedient werden können.

Monoblock Quattro.jpg

6. Unicable-Anlage

Bei Unicable-Systemen können - je nach Ausführung - bis zu 8 Empfänger an einer Einheit angeschlossen werden. Durch weitere Kaskadierbausteine lässt sich die Anzahl der anschließbaren Empfänger erhöhen.

SAT Anlagen Flussdiagramm Unicable01.jpg

Struktur und Beispielaufbau 1

Unicable-LNB: Es wird nur eine Ringleitung benötigt. An dieser Ringleitung werden die einzelnen Receiver angeschlossen.

Unicable-LNB.jpg

Warenkörbe des Beispielaufbaus 1

Artikelliste für Unicable-LNB aufrufen

Hinweis:

Durch diesen Link kann der Beispielwarenkorb aufgerufen werden. Die Artikel können dann dem persönlichen Warenkorb hinzugefügt werden. Individuelle Änderungen und Erweiterungen des Warenkorbes, für z.B. längere Leitungen etc., sind selbstverständlich weiterhin möglich.


Struktur und Beispielaufbau 2

Unicable-LNB: Wie bei einer BK-Anlage (Kabelfernehen) kann das Signal auch über einen Verteiler in die verschiedenen Räume transportiert werden. Am Ende des Verteilers kann jeweils ein unicablefähiger Receiver angeschlossen werden.

Unicable-LNB-Verteiler.jpg


Struktur und Beispielaufbau 3

Quattro-LNB + Unicable-Multischalter: Es werden vier Leitungen für die 4 Ebenen vom Quattro-LNB zum Unicable-Multischalter benötigt. Vom Multischalter aus werden über eine Leitung die Receiver angeschlossen. Die Leitung zu den Receivern kann an den notwendigen Stellen über Sat-Verteiler weiter verzweigt werden.


Unicable-Multi1.jpg


Warenkörbe des Beispielaufbaus 3

Artikelliste für Unicable-Multischalter aufrufen

Hinweis:

Durch diesen Link kann der Beispielwarenkorb aufgerufen werden. Die Artikel können dann dem persönlichen Warenkorb hinzugefügt werden. Individuelle Änderungen und Erweiterungen des Warenkorbes, für z.B. längere Leitungen etc., sind selbstverständlich weiterhin möglich.


7. Unicable 2-Anlage

Neu

Struktur und Beispielaufbau 1

Mit Hilfe eines Quattro-LNBs werden die SAT-Signale in einen programmierbaren Unicable 2 Multischalter gebracht. Dieser ermöglicht den Anschluss von 32 Teilnehmern. Zusätzlich kann an dem Legacy-Ausgang ein weiterer Receiver, der nicht unicablefähig sein muss, angeschlossen werden. Allerdings werden die speziellen programmierbaren SAT-Antennendosen SSD 6-xx benötigt. Bei dem Unicable 2 Multischalter ist die Einspeiseweiche TZU 15-03 und das Netzteil TZU 11-03 im Lieferumfang enthalten. Die damit eingespeiste Spannung sorgt dafür, dass auch der letzte Receiver die SAT-Signale einwandfrei empfangen kann. Nicht benötigte Ausgänge (Kaskadierausgänge) müssen mit einem Abschlusswiderstand bedämpft werden. Fünf dieser Abschlusswiderstände sind ebenfalls im Lieferumfang des Unicable 2 Multischalters enthalten.

Unicable2-LNB-Quattro.jpg

Struktur und Beispielaufbau 2

Durch die neue Technologie Unicable 2, kann man mit Hilfe zweier Wideband-LNBs und einem programmierbaren Unicable 2 Multischalter bis zu 32 Teilnehmer mit SAT-Signalen versorgt werden. Die Wideband-LNBs verarbeiten die Signale, dass Sie sogar zwei verschiedene Satelliten anpeilen können. Allerdings werden die speziellen programmierbaren SAT-Antennendosen SSD 6-xx benötigt. Bei dem Unicable 2 Multischalter ist die Einspeiseweiche TZU 15-03 und das Netzteil TZU 11-03 im Lieferumfang enthalten. Die damit eingespeiste Spannung sorgt dafür, dass auch der letzte Receiver die SAT-Signale einwandfrei empfangen kann. Nicht benötigte Ausgänge (Kaskadierausgänge) müssen mit einem Abschlusswiderstand bedämpft werden. Fünf dieser Abschlusswiderstände sind ebenfalls im Lieferumfang des Unicable 2 Multischalters enthalten.


Unicable2-LNB-Wide.jpg

Struktur und Beispielaufbau 3

Schaltet man, wie in der Abbildung zu sehen, zwei Unicable 2 Multischalter in Reihe, ist es sogar möglich insgesamt 4 Satelliten einzuspeisen. Auch hier müssen alle nicht genutzten Ausgänge mit einem Abschlusswiderstand gedämpft werden. Der Ausgang des Unicable 2 Multischalters und der Legacy Ausgang werden mit Hilfe des Verteilers SZU 55-02 zusammen geschaltet. Es stehen dadurch SAT-Signale für 16 Teilnehmer zur Verfügung. Der 2. Unicable 2 Multischalter wird genauso verschaltet, sodass SAT-Signale für weitere 16 Teilnehmer bereit stehen. Auch bei diesem System ist es erforderlich, die programmierbaren Antennendosen SSD 6-xx zu verwenden.


Unicable2-LNB-Wide4.jpg


8. Glasfaser

Ein Anlagenaufbau mit Glasfaserkomponenten bietet gleich mehrere Vorteile. Zum einen sind die Verluste nicht mehr relevant und zum anderen können auch große Strecke überbrückt werden. Somit ist die Anbindung mehrerer Parteien von Reihenhäusern problemlos möglich. Zudem ist eine Weiterverteilung an mehreren Stellen auf bis zu 32 einzelne Lichtwellenleiterstränge umsetzbar. An jedem Strang können durch die Abschlusseinheiten bis zu 4 Receiver angeschlossen werden. Weitere Information können im Thema Fibre-Sat nachgelesen werden.

SAT Anlagen Flussdiagramm LWL1.jpg

Struktur und Beispielaufbau

Vom Fibre-Sat-LNB geht eine LWL-Leitung zu dem ersten Verteiler und von dort aus jeweils immer nur eine LWL-Leitung zu dem nächsten Verteiler usw. Am Ende eines Stranges wird jeweils eine LWL-Abschlusseinheit benötigt, an den - je nach Ausführung - entweder die Receiver direkt angeschlossen werden können oder eine vorhandene Mehrnutzer-Anlage mit einem Multischalter eingebunden wird. Eine komplette Umrüstung aller Parteien ist bei einer bereits vorhandenen digitalen Anlage nicht notwendig.


Beispiel 1:

Optisches LNB mit optischem 2 Wegeverteiler, 2 optische Quattro-Abschlusseinheiten und 2 SAT-Multischalter für bis zu 16 Teilnehmer. Die SAT-Multischalter sind kaskadierbar und ermöglichen den Anschluss weiterer SAT-Multischalter.


LWL-2xMulti.jpg


Beispiel 2:

Optisches LNB mit optischem 2 Wegeverteiler, 1 optischen Quattro-Abschlusseinheiten, 1 optischen Quad-Abschlusseinheit und einem SAT-Multischalter für bis zu 12 Teilnehmer. Kaskadieren eines weiteren SAT-Multischalters möglich.


LWL-Multi1.jpg


Warenkörbe des Beispielaufbaus

Artikelliste für Beispiel 1 aufrufen
Artikelliste für Beispiel 2 aufrufen
Artikelliste für Beispiel 3 aufrufen
Artikelliste für Beispiel 4 aufrufen
Artikelliste für Beispiel 5 aufrufen

Hinweis:

Durch diesen Link kann der Beispielwarenkorb aufgerufen werden. Die Artikel können dann dem persönlichen Warenkorb hinzugefügt werden. Individuelle Änderungen und Erweiterungen des Warenkorbes, für z.B. längere Leitungen etc., sind selbstverständlich weiterhin möglich. Die LWL-Verbindungsleitungen von Invacom sind bereits in verschiedenen Längen fertig konfektioniert. Da eine Zusammenstellung dieser von den örtlichen Gegebenheiten abhängig ist, sind keine LWL-Verbindungsleitungen in den Angeboten enthalten und müssen selbst hinzugefügt werden.


9. SAT-over-IP

SAT-over-IP bietet die Möglichkeit, Satellitenfernsehsignale vom LNB oder SAT-Multischalter direkt in IP-Signale umzuwandeln und an einem angeschlossenen Netzwerk weiterzugeben. Multimedia-IP-Geräte können die digitalen Satelliten-Signale nutzen. Die TV-Verteilung kann dadurch über das Netztwerk realisiert werden und erübrigt das Verlegen von Koaxialkabeln.

SAT over IP Flussdiagramm01.jpg

Struktur und Beispielaufbau

In einem iLNB werden die digitalen Satellitensignale in IP-Signale gewandelt und an einen DSL-Router weitergeleitet. Der Router sorgt dafür, dass die Signale per LAN oder WLAN an Endgeräte verteilt werden.

Von einem Quad-, Quattro- oder Quattro-LNB mit SAT-Multischalter werden die Leitungen in einen Receiver, der SAT-over-IP fähig ist, geleitet. Der Receiver ist in der Lage die Signale in IP-Signale zu wandeln. Diese werden anschließend an einen DSL-Router übergeben. Der Router ermöglicht, dass die Signale per LAN oder WLAN von Endgeräten genutzt werden können.

Beispiel 1:

TELESTAR DIGIBIT R1 02.jpg
TS DIGIBIT R1



Dieser SAT-over-IP-Router bietet die Möglichkeit, die Satelliten-Signale vom Quattro-LNB (HH, HL, VH, VL), von einem Quattro-LNB mit SAT-Multischalter (Ausgang 1 - 4) oder von einem Quad-LNB (SAT-Multischalter integriert, Ausgang 1 - 4) direkt anzuschließen und in IP-Signale umzuwandeln. Diese werden über RJ45-Anschlusskabel an einen Router mit WLAN weitergegeben und per Kabel oder WLAN verteilt.


SAT-to-IP.jpg

Beispiel 2:

INVERTO 5047.jpg


INVERTO ILNB



Dieses iLNB bietet Satellitenempfang für Smart TVs, Tablets, Smartphones und PCs die mit dem Heimnetzwerk verbunden sind. Der iLNB kann gleichzeitig bis zu acht verschiedene Transpondersignale auf einer Orbitalpostion empfangen. Er ermöglicht es bis zu acht SAT-over-IP-kompatiblen Geräten/Apps gleichzeitig das jeweils gewünschte TV Programm zu empfangen. Ferner kann der iLNB als IPTV Multicast Server funktionieren, der es ermöglicht, ausgewählte TV Programme als IP Multicast über ein lokales Netzwerk zu verteilen.

ILNB.jpg


Warenkörbe des Beispielaufbaus

Artikelliste für Beispiel 1 aufrufen
Artikelliste für Beispiel 2 aufrufen


10. SAT TV to IP

Diese Innovation bietet die Möglichkeit, das Satelliten Fernsehen über das 230 V Netz durch die gesamte Wohnung oder das Haus zu transportieren.

Twin LNB IP Flussdiagramm.jpg

Struktur und Beispielaufbau

Über ein Twin-LNB werden zwei verschiedene SAT-Signale mit Hilfe eines Multituners auf das 230 V Netz moduliert. Diese Signale können an jeder beliebigen Steckdose mit einem Powerlan Adapter entnommen werden. Dieser Powerlan Adapter hat zwei Ausgänge und ermöglicht dadurch zum einen den Anschluss an einen SAT TV to IP Receiver und zum anderen den Anschluss an einen Router. Der Router wiederum kann das Signal per Wlan an ein IPad oder Notebook weiterleiten, sodass man an diesen Geräten das SAT-Fernsehen genießen kann.

Twin-LNB IP.jpg



Dritter Schritt: Montage

Die Leitungen werden verlegt, die Anschlussdosen eingesetzt und die Satellitenschüssel befestigt. Die meisten Geräte in der Satelliten-Technik besitzen F-Buchsen. Nur selten werden die Leitungen wie z.B. an einer Satelliten-Dose direkt aufgelegt.

Für die Montage der F-Stecker sind nützliche Hilfsmittel wie z.B. die Montagehilfe und der Montageschlüssel erhältlich. Eine kleine Hilfestellung zum Montieren der F-Stecker ist in dem Thema Crimp Anleitungen hinterlegt.


Vierter Schritt: Inbetriebnahme

Bevor die Satellitenanlage in Betrieb genommen wird, ist sicher zu stellen, ob alle Komponenten ausreichend geerdet und vor Blitzschlägen geschützt sind. Hilfestellungen hierzu werden unter dem Thema Erdung / Blitzschutz gegeben.

Nach erfolgter Montage wird die Anlage in Betrieb genommen und die Satellitenschüssel ausgerichtet. So genannte Sat-Finder können beim Ausrichten der Schüssel sehr hilfreich sein. Bei Bedarf sollte ein Fachmann hinzugezogen werden.

Die Funktionsweise und die Handhabung des SAT-Finders ist unter diesem Link bereitgestellt.

Etwas aufwendiger ist die Sortierung und Reduzierung der Senderliste und die Einrichtung der persönlichen Favoritenlisten.


Wichtiger Hinweis:

Eine Satellitenanlage gehört zu den so genannten "Elektrischen Anlagen" und darf nur von geeignetem Fachpersonal errichtet werden. Weiteres zu diesem Thema ist in der VDE 0855 geregelt.


Reicheltpedia Links


Weblink zum Reichelt-Shop


Externe Links