Umfrage: Großteil der Deutschen legt keinen Wert auf BGH-Urteilskonformität ihrer Dashcam  

Umfrage: Großteil der Deutschen legt keinen Wert auf BGH-Urteilskonformität ihrer Dashcam

Seit dem Urteil des Bundesgerichtshofes vom 15. Mai 2018 ist es generell zulässig, Aufzeichnungen von Dashcams als Beweismittel in Gerichtsverfahren einzubringen. Dauerhaftes Filmen und eine Veröffentlichung des Videomaterials bleiben jedoch verboten. Trotz der neuen rechtlichen Lage ist die Dashcam in Deutschland aber noch nicht weit verbreitet, so eine repräsentative Umfrage von OnePoll im Auftrag von reichelt elektronik.

Unsicherheit beim Kauf

72 Prozent der befragten Teilnehmer in Deutschland verwenden bisher noch keine Dashcam in ihrem Fahrzeug, so das Ergebnis der Umfrage. Allerdings planen 23 Prozent davon, innerhalb des nächsten Jahres eine Kamera einzubauen – 46 Prozent der Befragten sind noch unschlüssig. Damit schließen also nur 31 Prozent der Umfrageteilnehmer einen Erwerb definitiv aus.

Wichtige Funktionen

Damit eine Dashcam BGH-urteilskonform betrieben werden kann und Beweismaterial vor Gericht zugelassen wird, müssen bestimmte technische Anforderungen gegeben sein. Beim Kauf der Dashcam achten Verbraucher auf das Vorhandensein folgender Funktionen:

  • Loop-Funktion (sichert automatische Überschreibung der Daten nach einer bestimmten Zeit): 44 Prozent
  • G-Sensor (reagiert empfindlich auf Erschütterungen und aktiviert Datenspeicherung): 68 Prozent
  • Bewegungssensor (startet Aufzeichnung der Dashcam): 67 Prozent

Das interessante Gesamtergebnis: während 68 Prozent der Befragten eine Dashcam zur Absicherung gegen Schäden am eigenen Fahrzeug verwenden, ist es für nur 44 Prozent wichtig ist, dass ihr Gerät BGH-urteilskonform ist.

Qualitätsbewusstsein der Deutschen

Deutschland als Autonation ist im Vergleich zu allen anderen befragten Nationalitäten am ehesten gewillt, für die gute Qualität einer Dashcam wesentlich mehr Geld auszugeben. Etablierten Marken vertrauen dabei 46 Prozent aller Umfrageteilnehmer. 64 Prozent der Kunden sind bereit, mehr als 115 Euro in eine Dashcam zu investieren, 13 Prozent sogar mehr als 226 Euro.

Dafür erwarten die deutschen Befragten folgende Eigenschaften:

  • Gut funktionierende Basisfunktionen (z.B. hochauflösendes Bildmaterial): 72 Prozent
  • Technische Raffinessen (z.B. automatische Bildverbesserung bei Nebel oder Dunkelheit): 49 Prozent

 

Titelbild: Infografik reichelt elektronik


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