Preiswert oder High End? Welche Dashcam ist die Richtige?  

Preiswert oder High End? Welche Dashcam ist die Richtige?

Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 15. Mai, welches das Verwenden von Dashcam-Material vor Gericht grundsätzlich erlaubt, ist die Nachfrage nach den kleinen Autokameras stark gewachsen. Doch die Modelle der Hersteller unterscheiden sich teilweise sehr stark. Unser Ratgeber bietet deshalb eine Aufklärung über die verschiedenen Features und Ausstattungen und erörtert, welche davon in Deutschland überhaupt zulässig sind.

Die Bildqualität der Dashcam ist entscheidend

Grundsätzlich sollte man beim Kauf darauf achten, dass die Dashcam eine möglichst hohe Bildqualität bietet.

Viele Kameras liefern eine Full-HD-Auflösung (1920×1080 Pixel) bei 60 Bildern pro Sekunde.

Gerade bei Nachtaufnahmen ist diese Mindest-Bildqualität ein Muss, da sonst zum Beispiel Nummernschilder nicht mehr eindeutig zu erkennen sind.

Manche Dashcams unterstützen auch noch höhere Auflösungen wie zum Beispiel die TRUECAM A7 S (2304x1296p) oder die Dash Cam 55 von Garmin (2560x1440p).

Anbringung der Dashcam im Auto

Die Anbringung der jeweiligen Dashcam im Auto kann prinzipiell über zwei Arten erfolgen. Manche Hersteller bieten eine Klebehalterung – andere eine Saugnapf-Halterung. Die Saugnapf-Halterung macht vor allem dann Sinn, wenn der Benutzer öfter das Fahrzeug wechselt und die Dashcam dabei mitnehmen möchte – denn die Klebehalterungen sind etwas schwerer zu entfernen.

Um die bestmögliche Videoaufzeichnung zu erzeugen, sollte die Dashcam mittig oben an der Windschutzscheibe angebracht werden, natürlich ohne die Sicht des Fahrers zu behindern.

Loop-Funktion, Notfallfunktion Bewegungssensor

Da das „Dauerfilmen“ weiterhin nicht erlaubt ist, ist es wichtig, dass die Dashcams eine sogenannte Loop-Funktion haben. Mit dieser Funktion wird das Video eine bestimmte Zeit (von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich und oft auch manuell einstellbar) lang aufgezeichnet und danach von der nächsten Aufnahme wieder überschrieben.

Um jedoch zu verhindern, dass damit eventuell Beweismaterial eines Unfallhergangs überschrieben wird, sollten Käufer darauf achten, dass die Dashcam eine Notfallfunktion hat: Wenn die Dashcam feststellt, dass zum Beispiel bei einer Vollbremsung oder einen Unfall hohe G-Kräfte wirken, dann speichert diese automatisch die aktuelle Videosequenz und verhindert so, dass dieses Material überschrieben wird.

Eine weitere wichtige Grundausstattung ist der Bewegungssensor: Damit „bewacht“ die betreffende Dashcam den Wagen auch in Abwesenheit des Fahrers, wenn das Auto abgestellt ist. Der Sensor der Dashcam erkennt, wenn das Fahrzeug beschädigt oder angefahren wird und speichert wie bei der Notfallfunktion das aufgenommene Material.

GPS, Spurhalteassistent und Blitzer-Warner

Um sicherzustellen, dass das Videomaterial der Dashcam auch vor Gericht als Beweismittel verwendet werden kann, müssen die Aufnahmen einen „Stempel“ haben. Dieser umfasst im Idealfall das Aufnahmedatum, die GPS-Koordinaten und die Geschwindigkeitsanzeige.

Neben dieser Funktion können sich noch weitere Dashcam-Features als hilfreich erweisen. So verfügen einige Modelle auch über einen Spurhalteassistenten und einen Blitzer-Warner. Der Blitzer-Warner zahlt sich allerdings lediglich im Ausland aus, weil die Aktivierung innerhalb deutscher Grenzen verboten ist.

TRUECAM A7S – Computerbild Testsieger

Eine Dashcam, die all diese Features vereint und dabei noch optimale Bildqualität bietet, ist die TRUECAM A7S von TrueCam. Mit einer Bildqualität von 1080p (2304x1296p) sind Details auch bei Nacht und schlechten Sichtverhältnissen gut zu erkennen.

Mit einem Preis von 143,90 € liegt die TRUECAM zwar eher im oberen Preissegment, aber diese Investition zahlt sich auch aufgrund der Zusatzfeatures aus: So bietet diese Dashcam neben der Notfallfunktion, dem Aufnahmestempel und dem GPS-Modul auch die Loopfunktion, die Bewegungserkennung, eine spezielle Night Vision Funktion und den Blitzer-Warner.

Dashcams – lieber rechtzeitig absichern

Nicht umsonst hat das Urteil des Bundesgerichtshofs einen neuerlichen Hype um die kleinen Autokameras ausgelöst. Denn damit gibt das Gericht den Autofahrern die Möglichkeit, einen Unfallhergang durch objektives Videomaterial zu belegen.

Natürlich hoffen wir, dass Sie nie in die Situation kommen werden, in der Sie das Material Ihrer Dashcam vor Gericht verwenden müssen – aber sich durch eine Dashcam für den Fall der Fälle abzusichern (wenn diese die nötige Ausstattung besitzt) halten wir hier für absolut sinnvoll.

 

Titelbild: Adobe Stock, #171193788, anuwattn


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