USB-C Technik – schneller, langlebiger und beidseitig nutzbar  

USB-C Technik – schneller, langlebiger und beidseitig nutzbar

Das vergebliche Herumprobieren, wie der USB-Stecker in den Anschluss gesteckt werden muss, hat mit der USB-C-Technik ein Ende, denn der Stecker ist beidseitig nutzbar. Durch diese Innovation wird der Stecker laut USB Implementers Forum (USB-IF) auch langlebiger. 10.000 Steckverbindungen sollen damit möglich sein – sieben Mal mehr als noch beim Vorgänger. Was die USB-C Technik darüber hinaus noch ermöglicht, erfahren Sie hier in unserem Ratgeber.

Schnelle Datenübertragung und hohe Stromversorgung  

Der neue, flache USB-C Stecker (8,4 x 2,6mm) kann Datenraten von bis zu 10 Gigabit/s übertragen und damit doppelt so viel wie die Vorgängerversion.

Auch die Stromversorgung wurde optimiert, was zum Beispiel das Laden von Smartphones erheblich beschleunigt: Bis zu 15 Watt stehen dem Nutzer zur Verfügung.

Mit der USB Power Delivery Specification ist auch eine variable Versorgungsspannung möglich.

Die zulässige Stromstärke wird dabei auf 5 Ampere erhöht. Somit können auch Notebooks, die deutlich mehr Strom benötigen, geladen werden.

Erweiterte Datenübertragungen mit USB-C

Mit der USB-C-Technik ist es nun auch möglich, parallel zum Lade- und USB-Datenstrom Video- und Audiodateien zu übertragen. Außerdem können mit einem Adapter auch Display Port-, PCI Express, Thunderbolt-, HDMI- oder MHL- (Mobile High-Definition Link)-Signale übertragen werden. Damit reicht eine einzige USB Schnittstelle aus, um zeitgleich alle Signale übertragen zu können.

USB-C 3.1. Gen 1, Gen 2 und USB 2.0 im Vergleich

Der Hauptunterschied zwischen der USB-C 3.1 Gen 1 und der USB-C 3.2 Gen 2 liegt in der Datenübertragungsrate. USB 3.1 Gen 1 kann bis zu 5 Gbit/s übertragen – USB 3.1 Gen 2 schafft bis zu 10 Gbit/s. USB 2.0 fällt hier im Vergleich deutlich ab – denn mit dieser Technologie sind Datenübertragungsraten von lediglich 480 Mbit/s möglich. Somit wird das Abspielen von hochauflösendem Videomaterial oder leistungsintensiven Spielen mit USB-C 3.1. Gen 2, beispielsweise von einer externen Festplatte, deutlich beschleunigt.

Ein weiterer Aspekt, der USB-C stark von USB 2.0 unterscheidet, ist die Stromversorgung. USB 2.0 ist für 2,5 Watt ausgelegt bei 5 Volt und 0,5 Ampere. Mit der USB-C Technik können Geräte mit bis zu 15 Watt bei 5 Volt und 3 Ampere versorgt werden. Und die USB Power Delivery Specification sorgt bei der USB-C Technik sogar dafür, das Notebooks geladen werden können, was mit USB 2.0 noch undenkbar gewesen ist.

 USB 2.0USB-C 3.1 Gen 1USB-C 3.2 Gen 2
Datenübertragungsrate480 Mbit/s5 Gbit/s10 Gbit/s
Watt2,51515
Volt555
Ampere0,533

Vielfältige Funktionen durch den DP Alt Mode

Der „DP Alt Mode“ bezeichnet alternative Betriebsarten, mit denen der USB-C-Stecker kombiniert werden kann. Das bedeutet, dass ein einziges Kabel mehrere Funktionen abdeckt, wie beispielsweise einen Ladevorgang oder die Übertragung von Daten, Audio- und Videosignalen. Dies ist außerdem auch bei Displayport 1.3 oder MHL Signalen möglich. Um den „DP Alt Mode“ realisieren zu können, ist aber ein Adapter notwendig.

Langlebigkeit und einfache Bedienung

Eine der angenehmsten Innovationen bei der USB-C Technik ist die beidseitige Nutzbarkeit des Steckers. Das „Herumprobieren“, wie der Stecker nun in die USB-Buchse passt, hat damit ein Ende. Diese Neuerung trägt auch zur optimierten Lebensdauer der USB-C Stecker bei: Mit USB-C sollen laut USB Implementers Forum bis zu 10.000 Steckverbindungen möglich sein.

Ein Beispiel: Möchte man sein Smartphone einmal pro Tag mit der USB-C-Steckverbindung laden, dann könnte man dies problemlos die nächsten knapp 27 Jahre machen. So lange hält natürlich kein Smartphone durch – aber an der Steckverbindung kann es nun zumindest nicht mehr scheitern.

Zusammenfassend gesagt bringt der USB-C-Stecker also deutlich mehr Leistung als die Vorgängerversionen, ist angenehmer zu bedienen und vielseitiger einsetzbar, weil die multiple Nutzung diverse Einsatzmöglichkeiten zulässt.

 

Titelbild: Adobe Stock, #223507736,  niphon

 

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