PLAN E Recycling-Kampagne für Elektroschrott: Mitmachen und Altgeräte ganz leicht und richtig entsorgen  

PLAN E Recycling-Kampagne für Elektroschrott: Mitmachen und Altgeräte ganz leicht und richtig entsorgen

Die Bananenschale kommt in die Biotonne, das Papier in die Papiertonne – aber was gilt für Elektroschrott? Bis 2025 werden weltweit schätzungsweise 60 Tonnen Elektroschrott anfallen. In den Hausmüll darf die alte Elektronik nicht geworfen werden. Was also damit machen? Viele Verbraucher in Deutschland wissen gar nicht oder nur lückenhaft, wie alte Elektrogeräte korrekt entsorgt werden.

Die bundesweite Kampagne „Drop it like E-Schrott“, die vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie dem Umweltbundesamt unterstützt wird, soll darüber aufklären. In diesem Ratgeber fassen wir alle wichtigen Informationen zusammen und geben hilfreiche Tipps, wie jeder zur korrekten Entsorgung von Elektroschrott beitragen kann.

Beitrag zum Umweltschutz durch richtige Entsorgung

Es gibt mehrere Gründe, warum es sich lohnt, Elektroschrott sicher zu entsorgen. Zum einen sind manche Teile der Geräte noch in einem guten Zustand und müssen noch nicht auf dem Schrotthaufen landen. Durch das Recycling werden diese Rohstoffe nachhaltig wiederverwendet und müssen nicht neu produziert werden, was wiederum neuen Elektroschrott anhäufen würde.

Zum anderen enthalten einige Geräte giftige Stoffe wie Blei oder Arsen, die auf jeden Fall korrekt entsorgt werden müssen, damit sie der Umwelt und unserer Gesundheit nicht schaden. Seit 2015 existiert dazu das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG), das bundesweit regelt, wie Elektroschrott korrekt entsorgt wird. Darin ist auch verankert, dass es verboten ist, den E-Schrott einfach wegzuschmeißen. Stattdessen muss dieser sachgerecht entsorgt werden.

Aber wo fängt Elektroschrott eigentlich an? Hilfreich ist folgende Faustegel: Alles, was mit einem Stromkabel, mit Batterien oder Akkus betrieben wird, fällt in diese Kategorie. Neuere Geräte haben zusätzlich ein Symbol mit einer durchgestrichenen Mülltonne abgebildet, was bedeutet, dass das Gerät nicht einfach im Hausmüll entsorgt werden darf. Auch Batterien und Akkus, die nicht fest verbaut sind, müssen separat entsorgt werden. Da fast jeder Drogeriemarkt inzwischen eine Sammelbox für Altbatterien in der Nähe der Kasse stehen hat, ist es zum Glück ganz einfach, diese fachgerecht zu entsorgen. Aber auch an den Rücknahmestellen für Altgeräte stehen hierfür in der Regel spezielle Batterien-Sammelbehälter bereit.

Wie wird Elektroschrott sicher und richtig entsorgt?

Die gute Nachricht vorab: Alle Entsorgungswege sind für den Verbraucher kostenlos. Die Entsorgung im nahegelegenen Wertstoffhof oder Recyclinghof ist dabei sehr einfach. Gerät hinbringen, in den richten Container geben und fertig. Wer sich unsicher ist, in welchem Behälter das Gerät fachgerecht entsorgt werden muss, kann einen Mitarbeiter des Wertstoffhofs fragen.

Wenn man nicht die Möglichkeit hat, selbst zum Wertstoffhof zu fahren, kann man genau wie beim Sperrmüll den Elektroschrott auch abholen lassen. Dazu kann man sich ganz einfach auf der Website des lokalen Abfallwirtschaftsbetriebs informieren. Es gilt zu beachten, dass eine entsprechende Abholung gegebenenfalls kostenpflichtig ist. Generell sollte bei der Entsorgung folgende Einteilung in Kategorien beachtet werden:

  • Wärmeübertrager: Kühlschränke, Gefriergeräte, Klimageräte, Wärmepumpen
  • Bildschirme & Monitore: Fernsehgeräte, Monitore, Laptops, Notebooks, Tablets
  • Lampen: Energiesparlampen, Leuchtstofflampen, LED-Lampen (keine Glüh-& Halogenlampen)
  • Großgeräte (über 50 cm): Elektroherde und -backöfen, Waschmaschinen, Wäschetrockner, Geschirrspüler, Rasenmäher
  • Kleingeräte: Haushaltskleingeräte, Computer, Kopierer, Taschenrechner, Telefone, Mobiltelefone, Leuchten, Lichterketten

Rücknahme durch den Fachhandel

Großhandel und Fachgeschäfte sind schon seit 2015 dazu verpflichtet, große Elektro-Altgeräte mit Abmessungen von über 50 Zentimetern kostenfrei zurückzunehmen. Im Einzelhandel gilt diese Verpflichtung, wenn das Geschäft über mehr als 400 Quadratmeter Verkaufsfläche für Elektrogeräte verfügt. Das Gleiche gilt für Online-Shops: Wenn dieser mehr als 400 Quadratmeter Lager- und Versandflächen hat, ist er dazu verpflichtet, die Geräte zurückzunehmen und zu entsorgen.

Auch reichelt elektronik beteiligt sich aktiv an der fachgerechten Entsorgung von Elektroschrott und bietet eine Rücknahme von Elektro- und Elektronikgeräten an: Dafür einfach einen Retourenschein auf der Website beantragen und ausfüllen. Nach der Prüfung auf Vollständigkeit schickt reichelt elektronik ein Retourenetikett per E-Mail, mit dem die Rücksendung durchgeführt werden kann. Alle weiteren Informationen dazu finden sich auf der Website unter Altgeräterücknahme.

Dringender Handlungsbedarf

Bislang wird ein beachtlicher Teil der Altgeräte noch nicht fachgerecht entsorgt. So landen viele noch funktionstüchtige Geräte auf illegalem Weg in Ländern wie China – schätzungsweise sind es aktuell 1,3 Millionen Tonnen Elektroschrott, die dort gewinnbringend zerlegt werden. Der Rest wird oft verbrannt, was auf Kosten der Umwelt oder zu Lasten der Gesundheit der Menschen, die dort leben, geht. Die Kampagne zur richtigen Entsorgung von Elektroschrott möchte auch diese illegale Müllentsorgung verhindern und dazu motivieren, mitzumachen. Denn jeder kann einen Beitrag leisten und das auch noch auf ganz einfache Art und Weise. Unter den Hashtags #dropitlikeeschrott, #dein_plan_e und #recycling kann man sich übrigens auch an der Diskussion dazu beteiligen oder diese verfolgen. Ein Aufklärungsvideo mit garantiertem Spaßfaktor kommt von PLAN E: Drop it like E-Schrott (feat. Franzi, Frauke, Gero, Erik)

 

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