IP-Schutzklasse: So gut muss die Außenbeleuchtung geschützt sein  

IP-Schutzklasse: So gut muss die Außenbeleuchtung geschützt sein

Leuchten am Haus und im Garten stehen mitunter buchstäblich im Regen, folglich müssen sie auf die eine oder andere Art wasser- und schmutzdicht sein. Doch was bedeutet das genau? In der technischen Beschreibung oder der Verpackung von vielen elektrischen Geräten und Leuchten finden Sie deswegen die jeweilige IP-Schutzart. IP steht für „ingress protection“, was zu Deutsch so viel wie „Schutz gegen Eindringen“ bedeutet. Der IP-Code definiert demnach den Schutzgrad des Gehäuses gegen das Eindringen von Fremdkörpern und Wasser. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche IP-Schutzklasse je nach Standort der Außenbeleuchtung die beste Wahl darstellt.  

So setzt sich der IP-Code zusammen

Die IP-Schutzart besteht immer aus zwei Ziffern:

  • Die erste Ziffer beschreibt den Schutz vor Berührungen und vor dem Eindringen von Fremdkörpern. Sie reicht von 0 bis 6. Dabei steht 0 für „ohne Schutz“ und 6 ist die Höchstschutzleistung gegen Staub und Berührungen. Dazwischen unterscheiden sich die Ziffern durch den Durchmesser des Fremdkörpers, der eindringen kann.
  • Die zweite Ziffer gibt den Schutz vor dem Eindringen von Wasser und Feuchtigkeit an. Sie hat 9 Stufen: Von schutzlos (Stufe 0) über tropfwassergeschützt, sprühwassergeschützt, strahlwassersicher bis zum Schutz gegen Hochdruck- und Dampfstrahlreiniger (Stufe 9).

Es werde Licht

Die erforderliche IP-Schutzartklasse hängt von der jeweiligen Anwendung ab. Im Außenbereich gibt es viele Möglichkeiten, Leuchten anzubringen. Unterschiedliche Situationen verlangen nach unterschiedlichen IP-Schutzanforderungen. Mithilfe dieser Beispiele geht bei der Wahl Ihrer Außenleuchten nichts mehr schief.

IP23: Für eine schöne Allgemeinbeleuchtung rund um das Haus, beispielsweise für Leuchten im Vordach und an Eingangstüren brauchen Sie mindestens die Schutzart IP23. Damit sind die Leuchten sprühwassergeschützt. Zum Vergleich: Ein Modell mit der Schutzart IP20 ist resistent gegen feste Fremdkörper ab 12,5 Millimeter Durchmesser, aber nicht gegen Wasser geschützt (zweite Ziffer 0).

IP44: Alle Leuchten, die Sie am Haus oder unter dem Dach einsetzen, wie die Hausnummernleuchte oder Wandeinbauleuchten, müssen gegen allseitiges Spritzwasser geschützt sein. Dafür benötigen Sie mindestens die Schutzart IP44, wobei die zweite Ziffer 4 wieder den Wasserschutz umschreibt. Die erste Ziffer bedeutet, dass diesen Modellen Fremdkörper ab einem Millimeter Durchmesser kein Durchkommen haben. Insekten etwa sind bei IP44-klassifizierten Leuchten chancenlos, ins Lampeninnere vorzudringen – als Beispiele dienen die High Power LED Wandleuchte Vicencza oder die Pollerleuchte Special Line mit Cube Flame LED.

IP65: Bei Installationen von Bodeneinbauleuchten unter dem Vordach oder bei Flutlichtscheinwerfern für draußen sollten die Lampen mindestens mit IP65 ausgezeichnet sein. Die Ziffer 6 zeigt an, dass die Lampen staubdicht sind. Die zweite Ziffer 5 bescheinigt überdies Strahlwasserfestigkeit. Ein typisches Beispiel ist die ECO 2522 s-800 LED-Wegeleuchte.

IP67: Geräte mit dieser Zertifizierung sind nicht nur gegen Strahlwasser und Fremdkörper gesichert, sie überstehen überdies kurzes Untertauchen – erkennbar an der Ziffer 7. Ein schönes Beispielmodell ist der warmweiße LED-Pflasterstein Akiaki. Die Schutzart IP67 ist auch bei einigen wassergeschützten Smartphones, Tablets und anderen technischen Geräten bekannt.

IP69K: Außenleuchten-Modelle mit dieser Zertifizierung sind absolut dicht gegen Fremdkörper und Wasser und selbst gegen Hochdruck- und Dampfstrahlreinigung gefeit. Das „k“ weist zusätzlich darauf hin, dass diese Leuchten auch bei widrigen Bedingungen, wie zum Beispiel im Bergwerk, einsetzbar sind.

Bild: Fotolia / 41246338 / unitypix

 

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