Welches Headset für welchen Einsatzzweck?  

Welches Headset für welchen Einsatzzweck?

Auf der Suche nach dem individuell passenden Headset stehen viele Fragen im Raum: Kabellos oder schnurgebunden? Monaural oder binaural? Und welche Technologie eignet sich für welches Einsatzszenario? Letzten Endes entscheiden die Anforderungen darüber, was ein gutes Headset zu leisten im Stande sein muss.

Gaming, Audio- und Video-Streaming, Freisprechanlage oder ganzer Kommunikationsassistent in professionellen Arbeitsumgebungen: Die Einsatzbereiche eines Headsets sind vielfältig. Während der Gamer auf ein großes Surround-Headset mit ausdifferenziertem Klang und kräftigen Bässen setzt, legt der UC-Nutzer den Fokus insbesondere auf Mobilität und Noise-Cancelling. Doch das ist längst nicht alles.

Die wichtigsten Kriterien für den Headset-Kauf im Überblick:

Der Komfort

Ohrstöpsel oder Ohrbügel? Bei kleinen In-Ears sollte es möglich sein, die Stöpsel auszutauschen, welche bestenfalls in unterschiedlichen Größen im Lieferumfang enthalten sind. Entscheiden Sie sich für Ohrbügel, zählen Verstellbarkeit und gute, austauschbare Ohrpolster zu den Grundvoraussetzungen, um längeres Tragen so angenehm wie möglich zu machen.

Dann stellt sich die Frage, ob das Headset über eine oder zwei Hörmuscheln verfügen soll: Letztere sind ideal für den PC-Betrieb, für das Audio- oder Videostreaming, denn es schirmt gut Nebengeräusche ab. Auch für den reinen Telefoneinsatz in Großraumbüros oder im mobilen Arbeitsumfeld sind solche Geräte eine gute Lösung. Hier punkten auch Modelle, die über aktives Noise-Cancelling verfügen.

Beim Plantronics S12 haben Sie die Wahl: Das vollständig konvertibel DuoSet-Headset kann wahlweise als Ohr- oder Kopfbügelvariante getragen werden. Es ist kompatibel mit den meisten, kommerziell genutzten Kabeltelefonen und verfügt über ein Noise-Cancelling-Mikrofon für höchste Sprachqualität.

Äußerlich abgespeckte Varianten mit einer Hörmuschel arbeiten mono und eignet sich daher ausschließlich für das Telefonieren. Für PC-Chats, Internettelefonie oder als Freisprechanlage für Handys genügen In-Ear-Kopfhörer.

Die Sprach- und Klangqualität

Ein Modell mit Mikrofon bietet sich an, denn es sorgt für mehr Verständlichkeit und unterdrückt Popp- und S-Laute. Ebenso wichtig ist ein Lautstärkeregler für die Ohrmuscheln und Mikrofon. Balance-Regler und Stummschaltung sorgen für zusätzliche Flexibilität.

Will man mal nur Musik hören, ist es praktisch, das Mikrofon abzunehmen. Allerdings kann ein Standard-Headset einem hochwertigen HiFi-Kopfhörer klanglich natürlich nicht das Wasser reichen. Darüber hinaus muss das Bluetooth-Headset das A2DP-Profil unterstützen, um Musik in Stereoqualität liefern zu können.

Um von den Vorteilen qualitativ hochwertiger Headsets in vollem Umfang profitieren zu können, brauchen Sie eine gute Soundkarte, denn USB-Lösungen können deren Aufgabe nicht in vollem Umfang übernehmen. Selbst wenn Sie keinen allzu großen Wert auf herausragenden Klang legen, empfiehlt sich, zumindest auf ausgewogene Klangeigenschaften zu achten – sonst laufen Sie Gefahr, Ihr Gehör zu schädigen.

Darüber hinaus sollte ein Headset über eine erstklassige Sprachwiedergabe verfügen. (Ultra) Noise-Cancelling-Mikrofone sorgen dafür, dass Störgeräusche aus der Umgebung herausgefiltert werden und ermöglichen so eine Wiedergabe in HD-Sprachqualität.

Außerdem ist es wichtig, dass die Headsets robust sind, also wenig störanfällig und lange haltbar. Auch eine möglichst universelle Konnektivität und Kompatibilität mit aktuellen Telefonanlagen etc. sind relevante Kriterien.

Geräteklassen als entscheidende Kriterien

Was die Geräteklassen betrifft, haben Sie die Wahl zwischen kabelgebundenen Modellen, Bluetooth- und DECT-Headsets. Bei kabelgebundenen Headsets sollten Sie unbedingt auf die Länge des Kabels achten. Hier gibt es große Unterschiede zwischen dem Einsatz zuhause und im Arbeitsumfeld – Stichwort: Bewegungsfreiheit. Das Headset 28 von König verfügt über eine Kabellänge von 2,2 Metern und verfügt über einen RJ9-Stecker – dieser Standard erlaubt den Anschluss an alle Telefonapparate. Ein Mikrofon mit Rauschunterdrückung sorgt für eine adäquate Gesprächsqualität.

Wer beim Telefonieren mobil sein möchte, der kommt an einem kabellosen Modell nicht vorbei. Kabellose Headsets arbeiten mit Funkübertragung und lassen sich in Kombination mit einem Mobiltelefon, einem PC oder dem Festnetztelefon nutzen. In der Regel kommt hier Bluetooth zum Einsatz, bei Festnetztelefonen teilweise auch die digitale DECT-Technik. Von analoger Funktechnik kann aus Gründen der Abhörsicherheit und der Gesprächsqualität nur abgeraten werden.

Bewegungsfreiheit dank Bluetooth

Bluetooth-Headsets arbeiten meist mono, teilweise aber auch schon stereo. Nachteile könnten die beschränkte Akkulaufzeit und auch das, aufgrund des integrierten Akkus, höhere Gewicht sein. Hier sollten Sie unbedingt auf die beschriebene Maximaldistanz achten! Geräte der Klasse 1 dürfen maximal 10 Meter weit weg vom PC oder Handy sein, bei den Klassen 2 und 3 sind es schon 50 beziehungsweise 100 Meter. Allerdings bedeutet eine höhere Sendeleistung wiederum eine geringere Akkulaufzeit.

Werden größere Distanzen benötigt – entweder im Privatumfeld oder für den professionellen Einsatz – kommen DECT-Modelle zum Einsatz: Sie schaffen bei freier Sicht bis zu 300 Meter, ansonsten rund 50 Meter.

Schnittstelle beachten

Entscheidend für den Einsatzbereich ist die Schnittstelle: Für den PC-Betrieb wird eine Soundkarte oder einer USB-Steckplatz benötigt. Geht man über die Soundkarte braucht es außerdem zwei kleine Klinkenstecker für den Mikrofoneingang und den Kopfhörer- oder Lautsprecherausgang. USB-Headsets sind oft etwas hochpreisiger, da hier Töne in digitale Dateien umgewandelt werden müssen – allerdings sparen Sie sich die Soundkarte. Der Nachteil: Die zusätzliche Hardware kann zu Hardwarekonflikten führen.

Spezielle Anforderungen für das Arbeitsumfeld

Für Call- und Contactcenter-Mitarbeiter empfehlen sich Headsets mit hohem Tragekomfort, Technologien wie geräuschkompensierendes Noise-Cancelling und Acoustic-Shock-Protection (ASP) gegen zu hohe Schalldruckpegel. Ebenfalls wichtig ist eine individuelle Einstellung und Personalisierung der Headsets. Ein Beispiel hierfür ist das schnurgebundene Mono-Headset Jabra Biz 2300 USB MS Mono, das für Microsoft Lync optimiert ist. Die extrem leichte und dezente Bauweise führt zu geringerer Müdigkeit und höherer Produktivität auf Seiten der Mitarbeiter.

Ein exzellentes Noise-Management spielt auch für die effektive Kommunikation und ein effizientes Arbeiten im Büro oder unterwegs eine wichtige Rolle. Das smarte Management von Telefonaten und Audioinhalten, ein intuitives Bedienkonzept, professioneller Klang und Integration in die meisten gängigen UC-Plattformen, Computer- und Betriebssysteme machen beispielsweise das Logitech USB-Headset H570e Stereo zum perfekten Begleiter für das Businessumfeld.

Headsets für Gamer

Von besonderer Bedeutung für Fans von Computerspielen ist der Raumklang. Das geschlossene Gaming-Headset von Sennheiser, das GSP 350, nutzt beispielsweise neben der Akustiktechnologie von Sennheiser den Dolby 7.1 Surroundsound. Zudem erzielt es durch Memory-Foam-Ohrpolster eine optimale akustische Abschirmung und eine passive Geräuschunterdrückung. Der Spreizkopfbügel reduziert den Druck und sorgt für einen hohen Tragekomfort. Für die Teamkommunikation sorgt das Noise-Cancelling-Mikrofon in Broadcast-Qualität, der verkürzte Mikrofonarm reduziert Atemgeräusche auf ein Minimum.

 

Titelbild: Fotolia/REDPIXEL

 

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