Banana Pi M2 Berry – eine echte Alternative zum Raspberry Pi  

Banana Pi M2 Berry – eine echte Alternative zum Raspberry Pi

Klein, preiswert, vielfältig einsetzbar – mit diesen Eigenschaften hat der Raspberry Pi die Entwicklergemeinde vor einigen Jahren erobert. Das ruft die Konkurrenz auf den Plan.

Seit der Markteinführung des Raspberry Pi sind viele ähnliche Minicomputer auf den Markt gekommen. In diesem Beitrag schauen wir uns den neuen Banana Pi M2 Berry genauer an. Ist er eine echte Alternative zum Raspberry Pi? Bleiben Sie dran und finden Sie es hier heraus!

Minicomputer erfreuen sich bei der Verwirklichung eigener Elektronikprojekte großer Beliebtheit. Ob man nun ein eigenes Smart-Home-System installieren möchte oder im Bereich der Robotik experimentieren mag: In der Vergangenheit hat sich der Raspberry Pi als eine sehr gute Grundlage für eigene Projekte etabliert. Selbst Einsteiger können ihn in wenigen Schritten in Betrieb nehmen.

Dennoch eignet er sich durch seine vielfältigen Optionen auch für fortgeschrittene Elektronikprojekte.

Banana Pi ist nun ein ähnlicher Minicomputer, entwickelt von der Firma Sinovoip. Mit dem neuen Banana Pi M2 Berry hat der chinesische Hersteller einen viel beachteten Konkurrenten entwickelt, der Technikherzen höherschlagen lässt.

 

Baugleich mit Raspberry Pi

Der Banana Pi M2 Berry hat die gleiche Größe und die gleiche Anordnung an Steckverbindern wie ein Raspberry Pi 3. Diesem Umstand verdankt er auch seinen Namen. Somit ist er baugleich und damit als erstes Banana-Pi-Modell voll kompatibel zum Raspberry Pi Zubehör.

Top: Somit lässt sich auch das große Angebot an Erweiterungsplatinen und Gehäusen für die Raspberry Pis nutzen.
Ausgestattet ist der Banana Pi M2 Berry mit einem 32 Bit Quad-Core-ARM-Cortex-A7-SoC vom Typ Allwinner V40. Als Grafikchip wird ein Dual Core Mali 400 MP2 mit 500 MHz eingesetzt. Mit einem Arbeitsspeicher von 1GB DDR3 SD mit 733 MHz kann er von der Leistung her mit einem Raspberry Pi 3 mithalten. Jedoch verfügt er nicht über eine 64-Bit-Unterstützung.

 

Stark bei der Konnektivität

Der Banana Pi-M2 Berry spielt seine Stärke vor allem bei der Internet-Konnektivität aus. Neben vorinstalliertem WLAN und Bluetooth 4.0 liefert er auch einen Port für 10/100/1000-Mbit/s-Ethernet und deckt so alle herkömmlichen Netzwerkstandards ab. Gerade mit der Gigabit-LAN-Schnittstelle hat Sinovoip im Vergleich die Nase vorn, denn hier bietet der Raspberry Pi nur 100 Mbit/s.

 

SATA-Port für mehr Datendurchsatz und mehr Möglichkeiten

Ein weiterer wichtiger Unterschied zwischen dem Banana Pi-M2 Berry und dem Raspberry Pi ist die SATA-Schnittstelle des neuen Banana-Pi-Modells. Über den SATA-Port können eine Festplatte, eine SSD oder ein optisches Laufwerk angeschlossen werden. So besteht der neue Einplatinencomputer auch bei Projekten, die besonders viele Daten sammeln oder benötigen.

Darüber hinaus bietet das chinesische Modell einen 5-Volt-Power-Connector für eine 2,5-Zoll-Festplatte. Jedoch könnte mit mehr „Tuning“ die Stromversorgung knapp werden. Wer eine extra Festplatte einbaut, sollte in jedem Fall ein weiteres Netzteil zur Stromversorgung einplanen.

 

Weitere Schnittstellen

Bei den Mainboard-Steckplätzen sind für den Banana Pi-M2 Berry vorgesehen: 40 PIN GPIO (kompatibel mit Raspberry, UART, I2C, SPI, PWM, I2S), das integrierte CSI-Kamera-Interface, DSI-Display-Interface und 1x USB OTG. Ebenso wird eine microSD-Speicherkarte unterstützt.

Für Audio und Video werden ein HDMI-Anschluss sowie eine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse für Kopfhörer oder Mikrofon geboten. Jedoch verfügt der Banana Pi-M2 Berry nicht wie der Raspberry Pi über einen Composite-Videoausgang. Das ist jedoch nicht problematisch, da für Video-Übertragungen der Full-HD-fähige HDMI-Ausgang genutzt werden kann. Weiterhin unterstützt der Banana Pi M2 Berry natürlich auch die 1080p-Videoausgabe. Damit sind den eigenen Projekten (fast) keine Grenzen gesetzt.

Als praktisch kann es sich auch erweisen, dass der Banana Pi zwei Taster hat (Reset und ein freier Taster) – einen mehr als der Raspberry Pi.

 

Echte Alternative mit vielen Möglichkeiten

Der Banana Pi M2 Berry hat alles, was einen eingefleischten Raspberry-Pi-Fan überzeugt – und ein bisschen mehr. Mit dem Gigabit-Ethernet-Port und der Möglichkeit, den Banana Pi mit einer Festplatte zu erweitern, bietet er für so manchen Entwickler genau die Funktionen, auf die sie schon lange gewartet haben.

Der größte Pluspunkt ist aber wohl, dass der Umstieg von einem Raspberry Pi nahezu problemlos funktioniert. Nicht nur dass Komponenten oder Anleitungen für Raspberry Pi ohne großen Aufwand verwendet werden, auch bei der Software ist kein großes Umdenken nötig, denn neben den Betriebssystemen Debian Linux, Ubuntu Linux und Android wird auch Raspbian unterstützt.

Titelbild: reichelt / Hersteller


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