Dieses Projekt stammt von unserem Gastautor

Hans Borngräber

Hans Borngräber, 64 Jahre alt, gelernter Elektromechaniker F, IT-Leiter im Ruhestand. Elektronik ist seit den Jahren meiner Lehre bei der BASF Magnetlabore auch mein Hobby.

Steckboard Erweiterung  

Steckboard Erweiterung

Steckboards sind eine praktische Geschichte, will man mal schnell eine Schaltung austesten. Sie haben nur den Nachteil, dass nicht alle Bauteile die man so allgemein für einen Schaltungsaufbau benötigt, aufgesteckt werden können. Da kam mir dann die Idee etwas zu entwerfen das die Situation vereinfacht. Mit der fertigen Platine muss man nur löten können, um mit dem Projekt Erfolg zu haben.

Das Projekt

Geeignet für: Anfänger

Zeitaufwand: ca. 2 Stunden

Das benötigen Sie: 

    • Zwei Paar Stromversorgungsanschlüsse mit 4 mm Labor Buchsen.
    • Vier 7 Segmentanzeigen mit gemeinsamer Kathode in Multiplex Schaltung und 100 Ohm Vorwiderständen je Segment.
    • Eine 10 stellige Bargraph – Anzeige mit 330 Ohm Vorwiderständen.
    • Ein 10 poliger ISP Anschluss für Atmel µC.
    • Ein Print-Relais 2 x Um. Mit 5V Spulenspannung.
    • Ein Kippschalter 2 x Um.
    • Zwei Kippschalter 1 x Um.
    • Vier Taster 1 x Ein.
    • Ein 10 k Trimmer.

Die komplette Materialliste als Warenkorb finden Sie hier.

Warum eine Steckboard-Erweiterung?

Widerstände Kondensatoren ICs im DIL Gehäuse etc. das ist kein Problem. Geht es aber um 7 Segment Anzeigen, Relais, Potis etc. hört der Spaß leider auf. Die passen alle nicht auf so ein Steckboard.

Ich behalf mir bei solchen Bauteilen immer mit dem anlöten einer Steckbrücke. Das war zwar eine schnelle Lösung aber nicht immer die zuverlässigste.

Es gibt zwar Platinen mit dem passenden Raster (2,54mm), aber die sind so sperrig dass ein einzelner Schalter schon das halbe Steckboard abdeckt.

Design des Steckboards

Alle Bauteile wurden mit Steckbuchsen versehen damit die Verbindungen mit den Standard Steckbrücken Kabeln hergestellt werden können. Da ich keine Lochraster Aufbauten mag, und da es im Fall der 7 Segment Anzeigen ein ziemlicher Drahtverhau zu erwarten war, wurde eine Platine entworfen.

Gezeichnet wurde diese mit Sprint-Layout 6.0. Leider kam ich nicht umhin, ein doppelseitiges Layout zu nutzen. Folge davon war: Ich konnte die Platine nicht mehr selbst herstellen, da mir die Möglichkeit zum Durchkontaktieren fehlt.

Also das Layout in das Gerber-Format exportiert und an einen chinesischen Platinen-Hersteller gesandt. Innerhalb von 4 Tagen waren die Platinen Versandkostenfrei bei mir an der Haustür. Da kann man nicht meckern.

Materialliste

Als nächstes ging es um die Materialbeschaffung. Deshalb als Hilfe eine Stückliste mit den passenden Bestellnummern:
– 4 Stück 7 Segmentanzeige SC 39-11 RT
– 1 Stück Bargraph Anzeige RBG 1000
– 1 Stück 2 x 5 Wannenleiste 3M N25106002RB
– 1 Stück Schalter 2 x Um AS 500FPC
– 2 Stück Schalter 1 x Um AS 500APC
– 4 Stück Kurzhubtaster TASTER 3301B
– 1 Stück Trimmer PT15 10k PT 15-L 10K
– 4 Stück Abstandsbolzen M3 x 25 mm VT DA 25MM
– 4 Stück Schrauben M3 x 10 mm Kreuz SKL M3X10-50
– 1 Stück 4 mm Laborbuchsen BIL 20 BL
– 1 Stück 4 mm Laborbuchsen BIL 20 RT
– 1 Stück 4 mm Laborbuchsen BIL 20 SW
– 1 Stück 4 mm Laborbuchsen BIL 20 GN
– 12 Stück SMD 1206 330 Ohm Widerst. RND 1206 1 330
– 7 Stück SMD 1206 100 Ohm Widerst. RND 1206 1 100
– 7 Stück SMD 1206 100 Ohm Widerst. RND 1206 1 150
– 2 Stück LED 3mm LED 3MM 2MA RT
– 1 Stück Printrelais Pollin 2 x Um 5V HONGFA HFD3/005

Anpassung der Buchsenleisten

Bei den Buchsenleisten habe ich mich für die 8,5mm hohe Variante in 20 poliger Ausführung entschieden Nr.: BL 1X20G8 2,54. Insgesamt wurden 6 Buchsenleisten benötigt.

Da nicht alle Buchsen Größen im Angebot waren habe ich mir die langen Buchsen zurecht geschnitten. Das geht recht einfach: An der gewünschten Trennstelle den Buchsenkontakt ziehen und dann mit einem scharfen Seitenschneider die Buchse kürzen. Das Material lässt sich prima schneiden.

Endmontage

Bei den beiden Steckboards entschied ich mich für die Variante mit 730 Kontakten Nr.: STECKBOARD SB-1. Sie lassen sich koppeln und ergeben so eine stabile Steckfläche. Nur mit der Montage auf der vorgesehenen 1,5mm Alu-Platte war das so eine Sache.

Für die Montage auf der Alu-Platte wurden als erstes die Gummipuffer unter den Boards abgeschnitten. Nächster Schritt die 4 äußersten Mini Schrauben entfernt. Hierbei aufpassen dass das Board nicht auseinander fällt. In die Löcher kam Cyanacrylat Kleber und das Steckboard wurde dann mit M2,4 x 20mm Schrauben auf der Aluplatte befestigt.

Steckboards sind eine praktische Geschichte, will man mal schnell eine Schaltung austesten. Sie haben nur den Nachteil, dass nicht alle Bauteile die man so allgemein für einen Schaltungsaufbau benötigt, aufgesteckt werden können. Da kam mir dann die Idee etwas zu entwerfen das die Situation vereinfacht. Mit der fertigen Platine muss man nur löten können, um mit dem Projekt Erfolg zu haben.

Das Projekt hat sich als große Hilfe beim Aufbau von Testschaltungen erwiesen. Vor allem die Zeit für die Suche von Wackelkontakten im Aufbau hat sich massiv reduziert.

 

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2 Antworten zu “Steckboard Erweiterung”

  1. Aart Koningstein sagt:

    „“ Also das Layout in das Gerber-Format exportiert und an einen chinesischen Platinen-Hersteller gesandt. Innerhalb von 4 Tagen waren die Platinen Versandkostenfrei bei mir an der Haustür. Da kann man nicht meckern. „“

    Welche? Gerne ein internetadres . Grussen, Aart – Niederlande

  2. Martin Niedermaier sagt:

    Alles sehr schön. Könnte man das Platinen-Layout irgend woher bekommen oder besser noch gleich die fertigen Platinen?
    im Voaus vielen Dank
    Martin Niedermaier

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