So installieren Sie Security-Kameras mit POE  

So installieren Sie Security-Kameras mit POE

POE (Power over Ethernet) ist eine Technik, mit der Sie Geräte über das LAN-Kabel mit Strom versorgen können. Sparen Sie sich das doppelte Verlegen von Leitungen und sparen Sie Platz sowie Installationskosten.

Eine Switch-Struktur gibt Ihnen zudem erweiterte Konfigurationsmöglichkeiten für die Stromversorgung über das Netzwerkkabel. Hier erfahren Sie, wie einfach Sie selbst Sicherheitskameras mit POE installieren können.

Das Projekt

Geeignet für: Einsteiger

Zeitaufwand: ab 45 Minuten (je nach Anzahl der Security-Kameras)

Budget: ab circa 260 Euro

Das brauchen Sie: Sicherheitskamera: UBI UVC-G3, Switch: UBI US-8-150W, alternativ ein Access Point: UBI UAP-AC-PRO

Kann erweitert werden mit: zusätzlichen Sicherheitskameras

Warum lohnt sich POE?

Bevor das Projekt genauer beschrieben wird, wollen wir noch einmal klären, welche Vorteile POE-fähige Geräte mit sich bringen und warum sie sich gut für dieses Projekt eignen.

„Power over Ethernet“ bedeutet, dass die Stromversorgung eines netzwerkfähigen Geräts über das LAN-Kabel übertragen wird. Die Datenübertragung wird dabei nicht beeinträchtigt. So kann ein Kabel für zwei Zwecke verwendet werden. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn man neue Leitungen zu einem Gerät verlegen muss oder man Geräte wie Kameras an mehreren Orten im und am Haus befestigt, die keine Steckdose in unmittelbarer Nähe haben.

Man spart sich also wertvollen Platz (zum Beispiel in engen Kabelschächten oder unter Parkett-Leisten). Außerdem gehört Kabelsalat der Vergangenheit an und man spart durch den geringeren Aufwand und Ressourcen-Einsatz auch Installationskosten.

POE-fähige Security-Kameras installieren

Doch wie kann POE genutzt werden? Um ein Gerät über das LAN-Kabel mit Strom zu versorgen, benötigt man einen POE-Adapter. In unserem Fall wählen wir ein Modell von Ubiquiti, das bereits einen geeigneten Adapter enthält. Sollte man eine IP-Kamera verwenden, die nicht schon mit einem POE-Adapter geliefert wird, muss man einen Adapter wählen, der den gleichen Standard verwendet.

Sie Ihre netzwerkfähigen Geräte über das LAN-Kabel mit auch mit Strom! So einfach funktioniert es!

Die Einrichtung ist denkbar unkompliziert: Man bringt die Kamera am gewünschten Ort an, verbindet das LAN-Kabel mit dem POE-Adapter – und schon kann es losgehen.

POE-Adapter versus Switch oder Access Point

Eine andere Möglichkeit ist die Verwendung eines POE-Switches oder Access Points anstelle des Adapters. Vorteil ist hier, dass ein einziger Switch mehrere Geräte mit Daten und Strom versorgen kann. Diese Option ist also vor allem dann sinnvoll, wenn mehr als eine Kamera installiert wird.

Über die zum Switch gehörige App ist es möglich, Statistiken zu einzelnen Geräten einzusehen oder für einzelne Ports spezielle Einstellungen vorzunehmen.

Der Ubiquity-Switch aus unserem Beispiel erkennt automatisch POE-fähige Geräte und versorgt diese ohne weitere Installationsschritte mit Strom.

Beachten Sie:

Wie auch bei dem Adapter ist es wichtig darauf zu achten, dass die gleichen Standards verwendet werden. In diesem Fall arbeiten sowohl Kamera als auch Switch mit IEEE 802.3af.

Damit die Stromversorgung auch bei mehreren Geräten nahtlos funktioniert, sollte schon bei der Anschaffung des Switches darauf geachtet werden, dass er genügend Leistung hat, um die Geräte wie geplant mit Energie zu versorgen. Werfen Sie hier also einen genauen Blick auf die Datenblätter der Kameras sowie des Switches.

Das LAN-Kabel: Was man beachten sollte

Welches Kabel eignet sich für POE-Installationen? Im Grunde kann jedes LAN-Kabel des Typs CAT5 oder höher verwendet werden. Wie lang ein Kabel dabei sein darf, hängt auch immer von der benötigten Leistung ab. Im Idealfall sorgen Sie mit einem qualitativ hochwertigen Kabel für die höchstmögliche Übertragungsleistung.

Mehr über die technischen Hintergründe, Standards und Kabeltypen, Leistungsklassen sowie weitere Zusatzinformationen erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Wichtig: Bei Installation im Freien ist es essentiell, ein Netzwerkkabel zu wählen, das für den Einsatz bei Wind und Wetter geeignet ist. Spezielle Outdoor-Netzwerkkabel besitzen eine wetterfeste Ummantelung, die auch vor schädlichen UV-Strahlen schützt. Schadhafte Kabel können zu einer ernsthaften Gefahr werden, deshalb sollte man bei der Wahl der Kabel keine Kompromisse eingehen.

 

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