So installieren Sie ein VPN mit der Fritz!Box 7590  

So installieren Sie ein VPN mit der Fritz!Box 7590

Möchten Mitarbeiter aus dem Home-Office oder von unterwegs aus auf Daten und Anwendungen ihres Arbeitgebers zugreifen, kann es zu Problemen kommen, die insbesondere die Sicherheit betreffen. Mittels eines Virtual Private Networks (VPN) ist es möglich, eine sichere Verbindung zwischen Heim- und Firmennetzwerk herzustellen.

So können kleine Büros oder externe Anwender sicher auf Geräte und Dienste im Firmennetzwerk zugreifen – ganz so, als wären sie mit ihrem Rechner vor Ort. Möglich macht dies ein VPN-Gateway. Die Einrichtung eines VPNs ist für Nutzer recht einfach, besonders, wenn sie sich für eine Fritz!Box 7590 mit Easy-Connect-Funktion entscheiden.

Das Projekt

Geeignet für: Einsteiger mit Grundkenntnissen

Zeitaufwand: ca. 15 Minuten

Budget: ca. 230 Euro

Das brauchen Sie: 1 Fritz!Box 7590

Das benötigen Sie außerdem: Tablet oder PC für die Einrichtung, Internetanschluss

Bevor es losgeht – Das sind die Vorteile eines Virtual Private Networks

In Zeiten von Cyberkriminalität ist es wichtiger denn je, sensible Daten zu schützen. Der Datenverkehr über eine VPN-Verbindung wird komplett verschlüsselt, sodass keine Daten von Dritten eingesehen werden können. Ebenso wenig ist es möglich, Internetaktivitäten oder die Nutzung von Diensten sowie den Aufenthaltsort der Nutzer durch den Internetanbieter oder Firmenmitarbeiter einzusehen, denn die IP-Adresse bleibt anonym.

Und mehr noch: Alle Daten, die von dem Rechner des Nutzers in den sicheren VPN-Tunnel abgehen, wie auch Passwörter oder die Adresse des Firmen-Intranets, sind von außen nicht einsehbar. Somit ist eine VPN-Verbindung auch ideal, um in einem offenen WLAN zu surfen.

Darüber hinaus können Nutzer über VPN mit einem Smartphone sicher auf das Heimnetz zugreifen.

 

Hintergrundinformationen – VPN in der Fritz!Box

Prinzipiell existieren verschiedene technische Ansätze, um ein VPN zu realisieren. Die gängigsten sind IPSec und SSL. IPSec steht für Internet Protocol Security und soll die Kommunikation über IP-Netzwerke sicher machen. Dazu baut sie Punkt-zu-Punkt-Verbindungen auf.

Administratoren nutzen diese Technologie für dauerhafte Verbindungen. Hier wird über eine eigenständige Client-Software ein sicherer Tunnel aufgebaut, der kostengünstiger ist als eine klassische Standleitung.

Ein weiterer Vorteil gegenüber SSL: Für autorisierte Nutzer steht das ganze Netzwerk zur Verfügung, so müssen User nicht für jede Anwendung eine Freischaltung des Admins abwarten. VPN in der Fritz!Box basiert auf dem IPSec-Standard. Bis zu acht VPN-Verbindungen können eingerichtet und, wenn gewünscht, gleichzeitig genutzt werden.

 

So funktioniert‘s

Um über die Fritz!Box 7590 in das Firmennetzwerk zu gelangen, fungiert diese als VPN-Client, der sich mit einem VPN-Server verbindet.

Dazu muss zunächst der Administrator des VPN-Servers in der Firma eine VPN-Client-Verbindung für die Fritz!Box einrichten. Hierzu verwendet er IPSec-Algorithmen, die er Ihnen als Nutzer im Anschluss zur Verfügung stellt. Damit können Sie Ihre VPN-Verbindung in der Fritz!Box einrichten.

Zu diesen Daten gehören die Internet-Adresse des VPN-Servers (Domain-Name), das IP-Netzwerk des Firmen-VPN, der VPN-Benutzername der VPN-Verbindung im VPN-Server sowie der Preshared Key der VPN-Verbindung im VPN-Server.

 

In nur wenigen Schritten ist die Fritz!Box VPN-ready

Um eine VPN-Verbindung in Ihrer Fritz!Box einzurichten, loggen Sie sich einfach in die Benutzeroberfläche der Fritz!Box ein und gehen dann wie folgt vor:

 

2. Unter der Registerkarte „VPN“ klicken Sie rechts unten auf „VPN-Verbindung hinzufügen“.

 

3. Gehen Sie auf „Diese Fritz!Box“ mit einem Firmen-VPN verbinden“ und klicken Sie rechts unten auf „Weiter“.

 

4. Tragen Sie die Daten, die Sie von Ihrem Admin erhalten haben, in die dafür vorgesehenen Felder ein:

  • In das Eingabefeld „VPN-Benutzername“ (auch Key-ID genannt) gehört die Key-ID der im VPN-Server für die Fritz!Box eingerichteten VPN-Verbindung (Beispiel: Max Mustermann)
  • In das Eingabefeld „VPN-Kennwort“ (auch Preshared Key genannt) kommt das Kennwort bzw. Passwort für die VPN-Verbindung (Beispiel: Zjxp3j965lhr)
  • Ihr Admin wird Sie darauf hinweisen, ob der VPN XAUTH verwendet – hierbei handelt es sich um eine Erweiterung des Netzwerkprotokolls IPSec. Ist dies der Fall, erhalten Sie hierfür ebenfalls Benutzernamen und Kennwort. Aktivieren Sie zunächst die Option „XAUTH“ und tragen Sie die erforderlichen Daten in die jeweiligen Eingabefelder ein.
  • In das Eingabefeld „Internetadresse“ tragen Sie den Domainnamen oder die feste IP-Adresse des VPN-Servers ein (Beispiel: sec.meinedomain.de oder 212.42.244.80).
  • Das Eingabefeld „Entferntes Netzwerk“ ist für das IP-Netzwerk des Firmen-VPNs vorgesehen (Beispiel: 172.16.0.0).
  • In das Eingabefeld „Subnetzmaske“ kommt die zum IP-Netzwerk des Firmen-VPN gehörende Subnetzmaske (Beispiel: 255.255.0.0).

 

5. Aktivieren Sie dann die Option „VPN-Verbindung dauerhaft halten“ und bestätigen Sie alle Eingaben mit „OK“.

 

Dank der Option „VPN-Verbindung dauerhaft halten“ stellt die Fritz!Box die VPN-Verbindung dauerhaft her und baut diese im Falle einer Trennung durch den VPN-Server wieder automatisch auf.
Ist diese Option nicht aktiviert, stellt die Fritz!Box die VPN-Verbindung bei Zugriffen auf das Firmennetzwerk automatisch her und trennt diese nach einer Stunde Inaktivität jedoch wieder.

 

Fazit

Die Einrichtung einer sicheren VPN-Verbindung zu einem Firmennetzwerk ist in wenigen Schritten leicht durchgeführt – besonders mit einer Fritz!Box, die die Installation deutlich vereinfacht. So steht dem effizienten Arbeiten aus dem Home-Office nichts mehr im Wege!

 

Titelbild/Bilder: reichelt

 

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