Echtes Retrogaming-Feeling mit dem RPi durch RetroPi im NESPi Case.  

Echtes Retrogaming-Feeling mit dem RPi durch RetroPi im NESPi Case.

Mit dem Alleskönner Raspberry Pi zur Retrokonsole: Wir zeigen Ihnen in unserem „How-To“ – wie Sie mit dem Einplatinencomputer nostalgische Gamerstunden mit Spielen wie zum Beispiel Super Mario Bros., Zelda, Donkey Kong und Co. erleben können. Außerdem verraten wir Ihnen, wie Sie es schaffen, dass der RPi auch noch aussieht wie ein klassisches Nintendo Entertainment-System. 

Das Projekt

Geeignet für: Einsteiger mit Grundkenntnissen, Fortgeschrittene

Zeitaufwand: circa 3-5 Stunden

Budget: circa 70 Euro

Das brauchen Sie: 1x Raspberry Pi3, 1x NESPi Case, 2x Controller

Kann erweitert werden mit:

Das benötigen Sie außerdem: Bildschirm, PC-Tastatur, Internetanschluss

Den Raspberry Pi einrichten 

Zuerst kümmern wir uns um die Einrichtung des Einplatinencomputers. Mit dem NESPi Case, über das wir später sprechen, sind der Raspberry Pi B+, 2B und 3B kompatibel, der Raspberry Pi 3 ist allerdings zu empfehlen – weil dieser schon eingebautes WLAN und Bluetooth besitzt. Dazu brauchen Sie noch eine (Micro-)SD-Karte, eine Tastatur und bestenfalls Retro-Gamepads im NES-Style.

Zunächst laden Sie sich die Software RetroPie auf Ihre SD-Karte: Es gibt ein bereits fertiges, bootfähiges Image zum Download, das Sie direkt auf die SD-Karte kopieren können.

Dann stecken Sie die SD-Karte in den RaspberryPi, anschließend Tastatur, Monitor und Gamepad anschließen und den RPi hochfahren. Wir empfehlen, den RPi mit einem Netzteil an der Steckdose anzustecken, denn oft bietet der angeschlossene Fernseher / Monitor nicht genug Strom, um den RPi ordnungsgemäß zu betreiben. Zumindest könnte es sein, dass das Entwicklerboard dann in Form einer eingeblendeten, blinkenden Himbeere aufzeigt, dass es unterversorgt ist.

RetroPie konfigurieren

Zunächst müssen Sie das Gamepad einrichten – danach folgt die Konfiguration des WLAN. Dazu drücken Sie im Start-Dialog des Emulators die „A“-Taste auf dem Gamepad, damit gelangen Sie in das WiFi-Menü. Dort können Sie dann mit der Tastatur die Einstellungen vornehmen und den RaspberryPi mit dem WLAN verbinden. Somit ist die Basiseinrichtung abgeschlossen.

Jetzt geht es darum, Spiele auf den zum RetroPie umfunktionierten RPi zu laden. Dazu benötigen Sie ROMs, quasi nachgebaute Abbilder der Spiele, die Sie aus dem Internet herunterladen können.

Abschließend müssen die ROMs noch auf den RetroPie; das geht mit SFTP/SSH am einfachsten, wenn der RPi in Ihrem Netzwerk ist. Als Protokoll wählen Sie dann „SFTP“ aus, als Hostname „RETROPIE“ – dann den Benutzernamen „pi“ und das Passwort „raspberry“ eingeben – und Sie sind verbunden.

Wenn Sie dann die ROMs im Ordner /home/pi/RetroPie/roms/ ablegen, befinden sich die Spiele auf dem RPi. Abschließend den RaspberryPi neu starten und Ihre Lieblingsspiele sind startklar.

Der Perfekte NES-Retrogaming-Look

Das System läuft jetzt und die Spiele können gezockt werden – aber dem rundum-Retro-Erlebnis fehlt noch der originale NES-Konsolen-Look. Das NESPi Case vom Hersteller Retroflag verschafft hier glanzvoll Abhilfe. Es verleiht dem Raspberry Pi das perfekte NES-Konsolen-Aussehen. Das NESPi Gehäuse besitzt vier USB-Anschlüsse, zwei davon unter der Klappe, zwei USB-Ports als Anschlussstellen für Gamepads.

Auch der Power- und der Reset-Knopf sind vorhanden. Der Power-Knopf rastet sogar wie beim Original beim Betätigen ein und verfügt über eine kleine rote LED, die den eingeschalteten Zustand des RPi anzeigt. Auf der Unterseite des NESPi Case gibt es einen abnehmbaren Deckel, der die Ansteckmöglichkeit für die SD-Karte freigibt.

Kompatibel ist das Gehäuse mit den Raspberry Pi Modellen B+, 2B und 3B. Im Lieferumfang sind ein kleiner Schraubendreher und die englischsprachige Aufbauanleitung enthalten.

Den RPi in das NESPi Case einbauen

Im ersten Schritt werden die USB- und Netzwerkstecker an den RPi angeschlossen und die Stecker für Power und Reset an den GPIO-Pins aufgesteckt. Dabei muss auf die Ausrichtung der Stecker geachtet werden, denn wenn Sie die Stecker falsch herum anbringen, wird möglicherweise der RPi beschädigt. Abschließend wird der Raspberry Pi im Gehäuse befestigt. Fertig!

Eine kleine Warnung noch vor einem inflationären Gebrauch des Power-Schalters: Wenn Sie den Power-Knopf betätigen, während der RPi läuft, dann trennen Sie lediglich die Stromzufuhr und veranlassen nicht das Herunterfahren des Geräts. Dies könnte möglicherweise zu Schäden an der SD-Karte führen. Deshalb sollten Sie das Entwicklerboard zunächst herunterfahren, bevor Sie den Power-Knopf betätigen.

Besser als das Original?

Nun können Sie verschiedenste Konsolen und unzählige Spiele auf den RPi emulieren. Aber der RPi hat noch einen weiteren Vorteil gegenüber der Originalkonsole: Wenn Sie noch zum Beispiel einen Original SuperNintendo zuhause haben und diesen schon einmal auf Ihrem Flachbildfernseher ausprobiert haben, dürfte Ihnen sicherlich schnell der Spielspaß aufgrund der katastrophalen Auflösung verloren gegangen sein.

Dieses Problem gibt es beim Raspberry Pi mit RetroPie und den emulierten Spielen nicht, da diese in der Regel für die neuesten Bildschirmtechnologien ausgelegt sind.

Dank RPi mit RetroPie und dem NESPi Case steht Ihrem perfekten Retrogaming-Erlebnis also nichts mehr im Weg!

 

8 Antworten zu “Echtes Retrogaming-Feeling mit dem RPi durch RetroPi im NESPi Case.”

  1. M.Höink sagt:

    Die Anleitung spiegelt nicht das gelieferte Set wieder. Der Emulator fehlt, er startet mit der Standard Oberfläche. Ein Zugriff per SFTP funktioniert nicht.
    Ein Hinweis während der Bestellung auf die fehlenden Spiele wäre Hilfreich gewesen. Ebenfalls eine Rubrik über die möglichen rechtlichen Folgen eines Internet Downloads der Roms. Daher geht mein Paket Retropie wieder zurück!

    • Reichelt Moderator sagt:

      Guten Tag,
      wir liefern die Hardware und das Standard-Betriebssystem. Im Beitrag wird nicht erwähnt, dass ein Emulator bzw. Spiele im Lieferumfang enthalten sind, welches rechtlich auch nicht vertretbar wäre. Der Beitrag dient lediglich dem besseren Verständnis zur Thematik Retro-Spielekonsole.

      Beste Grüße,
      Ihr reichelt-Team

  2. Stephan Schück sagt:

    Ich hab mir das Set von euch bestellt. Leider ist der Lüfter, den ihr beilegt, absolut unbrauchbar in Verbindung mit dem NESPI Case.
    Einerseits ist er so dermassen laut, dass ihn wohl keiner länger als 10min benutzt, zweites passt er nicht richtig in die Halterung, da er etwas zu dick ist und die Clips nicht beidseitig einrasten. Ausserdem sind dem Lüfter keine Schrauben beigelegt, so dass man ihn out-of-the-box auch nicht festschrauben kann. Der Lüfter hat bei 5V einfach eine viel zu hohe Drehzahl, die sich nicht regeln lässt.

    • Reichelt Moderator sagt:

      Hallo Herr Schück,
      anscheinend haben Sie einen defekten Lüfter erhalten. Normalerweise hört man den Lüfter nicht, wenn dieser in den entsprechenden 5 V Anschluss auf der Gehäuseplatine (nicht in den Raspberry Pi) gesteckt wird. Zudem passt er eigentlich auch gut in die dafür vorgesehenen Clips. Bitte senden Sie uns Ihre Kundennummer mit Verweis auf Ihren Kommentar im Magazin an kundeninfo@reichelt.de. Wir kümmern uns darum.

      Beste Grüße,
      Ihr reichelt-Team

      • Stephan Schück sagt:

        Hallo reichelt Team

        den neuen Lüfter habe ich erhalten, besten Dank. Wie erwartet brachte er aber keine Veränderung, der Lärm ist der selbe und immer noch unerträglich. Es mag zwar sein, dass der Lüfter leise ist, wenn man ihn auf einem Kühlkörper montiert, aber im NESPi Gehäuse vor den Lüftungsschlitzen ist der Lärm einfach zu gross. Hab ihr ihn eigentlich schonmal in dem Gehäuse montiert und getestet? Der Lüfter erreicht einfach ein zu hohe Drehzahl. Die Hälfte davon würde genügen. Hier ein Video, bei dem man die Geräusche mit neuem Lüfter hören kann:
        https://youtu.be/knTkFHztopM

        • Reichelt Moderator sagt:

          Guten Tag Herr Schück,

          vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Leider ist der Lüfter im Gehäuse nicht leiser. In Zukunft werden wir das Bundle nur noch mit Kühlkörpern statt einem Lüfter ausliefern. Sollte das Geräusch des Lüfters zu laut sein, empfehlen wir die Verwendung von Kühlkörpern. Bitte wenden Sie sich an unsere Reklamation (sb05@reichelt.de) mit Angabe Ihrer Kundennummer und wir finden eine Lösung. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten.

          Beste Grüße
          Ihr reichelt-Team

  3. Gordon Grun sagt:

    Hallo,
    es ist erwähnenswert, daß RetroPie nicht mit dem neuen Raspbian Stretch kompatibel ist!! Wer RetroPie „On Top“ auf dem Raspbian OS installieren wollte, wird kein Glück haben. Wer RetroPie als „Stand alone“ auf die SD-Karte spielt, muss leider auf die Desktop PC-Funktionalitäten verzichten. Das gleiche gilt für KODI o.ä. Software/Tools! RetroPie lief nur unter Raspbian Jessie. Selbiges enthielt kritische Sicherheitslücken, Bugs sowie weniger Support für diverse Programme (zu Firefox kam z.B. Chromium, der VLC Player wurde stabil bereitgestellt, Sicherheitslücken wurden geschlossen usw.)! Also Finger von „Jessie“ lassen!! Man sollte desweiteren unbedingt eine 32GB SD-Card,Class 10 benutzen (SanDisk), wenn man mit der Pi3 zocken will! Was das Rechtliche angeht (gähn), jedem sollte klar sein, daß die meisten ROMs illegal sind, man nennt es auch Raubkopie (Urheberrechte). Ähnliche Grauzone wie das Streamen von neuen Filmen/Serien usw.! 😉 Vorsicht beim runterladen von ROM Dateien und Emulatoren, es gibt sehr viele unseriöse Anbieter/Portale (Maleware,Viren..)! Genug Senf – Game on!! 😉

  4. Jürgen sagt:

    Hallo Zusammen, hier am besten einfach eine 2. SD-Karte dazu bestellen, dort RetroPie raufladen und fertig:)!

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