Internet Open Air: Schritt für Schritt zum starken WLAN im Garten  

Internet Open Air: Schritt für Schritt zum starken WLAN im Garten

Im Garten, auf einem größeren Gelände oder auf dem Weg zur Garage wollen Sie nicht auf WLAN verzichten? Wir geben praktische Tipps, wie sich ein starkes WLAN in Garten & Co umsetzen lässt!

Geeignet für: Einsteiger
Zeitaufwand: circa 0,5 Stunden
Budget: je nach gewähltem Repeater  oder Router zwischen 20 Euro und 2.000 €
Das brauchen Sie: 1x WLAN-Repeater oder 1x Access Point

Kann erweitert werden mit: diversen Smart-Home-Geräten beispielsweise zur automatischen Bewässerung oder für die Beleuchtung

Benötigt wird: Internetanschluss, Stromversorgung

 

Wer zuhause WLAN nutzt, kennt die Tücken der drahtlosen Internetverbindung meist schon vom Internetempfang innerhalb der eigenen vier Wände.

Selbst wenn man den WLAN-Router, der aus dem „Internet per Kabel“ das Funksignal herstellt, zentral positioniert, so gibt es doch immer eine Ecke in der Wohnung, in der man wenig oder gar keinen Empfang hat.

Wie bekommt man gutes WLAN im Garten hin?

Wer im Altbau oder über mehrere Etagen wohnt, für den stellt sich das Problem der richtigen Ausleuchtung besonders. Mit dem Begriff Ausleuchtung bezeichnet man die Verbreitung des Internetsignals über eine größere Fläche.

Grundsätzlich gilt: Der Sender muss möglichst in der Mitte einer Wohnung positioniert werden, um alle Räume gleichmäßig abzudecken.

Was aber, wenn das Internetsignal auch im Garten noch empfangen werden soll oder man unter der Pergola oder am Gartenteich sitzend einen sauberen WLAN-Empfang möchte?

Unser Ratgeber erklärt, wie man ein starkes WLAN im Garten sicherstellen kann.

Schritt für Schritt zum Outdoor-tauglichen WLAN im Garten

Der drahtlose Netzempfang im Freien ist eine praktische Sache, doch die eingeschränkte Reichweite des hochfrequenten Funk-LANs stellt Gartenbesitzer mitunter vor Herausforderungen.

Unter herkömmlichen Bedingungen reichen gängige WLAN-Sender für ein normales Haus oder eine größere Wohnung.

Technisch gesehen senden handelsübliche WLAN-Router etwa 100 Meter weit. Das allerdings nur bei unverstellter Sicht. Der Lattenzaun oder das Rosenspalier mindern natürlich die Qualität.

Doch welcher Botaniker will auf Laubbäume und Hecken verzichten, bloß um störfreies WLAN am anderen Ende des Gartens zu haben?

Die richtige Positionierung

Wer ohne großen Aufwand den Signalempfang im Garten verbessern will, sollte den WLAN-Router zunächst möglichst nah Richtung Garten stellen.

Oftmals hilft es bereits, den Router am Gartenfenster zu positionieren, um auf der nahegelegenen Terrasse ein gutes Signal zu empfangen.

Man sollte bedenken, dass jede Wand, jede Tür und jedes Möbelstück, die es zu überwinden gilt, das WLAN-Signal immer schwächer werden lassen. Eliminieren Sie solche Hürden soweit es geht!

Verstärkung erzielen – mit einem Repeater

Um richtig gutes WLAN auch im Freien zu genießen, gibt es eine weitere technische Möglichkeit: Die Installation eines Repeaters. Die Bezeichnung kommt vom englischen Wort „repeat“, und erklärt die Funktionsweise. Ein Repeater „wiederholt“ das Signal und macht aus einem schwachen Signal wieder ein starkes. Diese Geräte sind für wenig Geld im Handel erhältlich und sie sind auch für Technikeinsteiger in wenigen Minuten bequem zu aktivieren.

Man schließt den Repeater an das Stromnetz an, der Repeater fängt dann das vorhandene WLAN-Signal auf und verstärkt es im Anschluss. Die Wahl des besten Funkkanals geschieht meist durch Autokanal-Suche, so dass manuelles Justieren entfällt.

Für ein optimales Ergebnis sollte man den Repeater möglichst nah an der Stelle positionieren, an der das WLAN genutzt werden soll. Wer also im Gartenhäuschen WLAN empfangen möchte, der sollte einen Repeater auf halber Strecke positionieren, dort wo er gerade noch schwachen WLAN-Empfang hat. Das von hier aus verstärkte Signal sollte dann bis zum Gartenhaus reichen.

Repeater für jeden Zweck und jede Liga

Die handelsüblichen Modelle reichen von günstig und kompakt mit wenigen Grundfunktionen bis hin zu umfangreich und komplex.

Wer seinen Garten für regelmäßiges Public Viewing, das gemeinschaftliche Zocken von Onlinespielen oder Web-TV-Abende nutzen möchte, der findet auch dafür das passende Equipment. Entsprechende Zusatzfunktionen wie Kabel-TV-Übertragungen auf stationäre Endgeräte wie den PC im Schuppen oder mobile Endgeräte wie das Tablet auf dem Baumhaus bieten auch anspruchsvollen Nutzern die nötige Internetverbindung.

Mit der Repeater-Lösung sind hohe Übertragungsraten möglich. Wohlgemerkt bezieht sich diese Angabe jedoch auf die Geschwindigkeit, mit der die Geräte untereinander kommunizieren. Die eigentliche Verbindungsgeschwindigkeit ins Internet wird durch den Signalverstärker nicht beeinflusst. Sie ergibt sich allein aus der Leistung des Providers und des gebuchten Internettarifs.

Der AVM FRITZ!WLAN Repeater 1750E ist ein beliebtes Modell für Einsteiger und Fortgeschrittene. Er erzielt eine optimale Verbindung zum WLAN-Gerät durch Mehrantennen-Verfahren (MIMO) und eine gute Übertragungsgeschwindigkeit: schnelle 450 MBit/s und höchste Reichweite durch WLAN N (2,4 GHz).

Die intelligente Nutzung beider WLAN-Frequenzbänder (Cross-Band-Repeating) macht das möglich. LEDs am Gerät visualisieren die Signalstärke. Damit ist es gerade für Einsteiger leicht, schnell den optimalen Repeater-Standort zu finden.

Wetterfeste Outdoor-Access Points für das WLAN im Garten

Produkte der Kategorie Outdoor-Access Point sind im Außeneinsatz besonders robust gegen die Witterung. Im preisgünstigen Segment sei hier der TPLINK CPE210 empfohlen.

Mit seinem wetterfesten Outdoor-Gehäuse arbeitet er auch bei extremen Witterungen von minus 30 bis plus 70 Grad. Neben einem Erdungsanschluss verfügt der CPE210 über einen weiteren Mechanismus, um ESD-Angriffe über den PoE-Adapter und das Ethernetkabel zu verhindern.

Leistungsstärkere Modelle für den Einsatz in High-Performance Wireless-Netzwerken haben zwei Fast Ethernet Ports und eine Reichweite von bis zu 183 Meter. Diese Reichweite erreicht auch das UBI UAP-AC-M-PRO, es unterstützt 802.11ac und Geschwindigkeiten bis zu 1300 MBit/s im 5 GHz- Frequenzband und bis zu 450 MBit/s im 2,4-GHz -Frequenzband.

Zudem bietet es einen simultanen Dualband-Betrieb für jedes Frequenzband und zwei Gigabit Ethernet Ports.

Sicheres Internet – auch im Freien

Beim Thema Repeater stellt sich die Frage: Ist mein Netz überhaupt sicher, wenn ein Repeater das Signal verstärkt und ich WLAN im Garten installiere?

Oder schaffe ich ein Einfallstor für Hacker & Co? Keine Sorge, hier kann man Entwarnung geben. Richtig ist: Der angeschlossene WLAN-Repeater wählt sich automatisch in das Router-Netzwerk, beziehungsweise ins WLAN ein.

Doch dabei übernimmt das Tool in der Regel die installierten Sicherheitseinstellungen, so auch der oben genannte AVM FRITZ!WLAN Repeater 1750E. Wer ganz sichergehen will, der kann bei vielen Modellen die Sicherheitseinstellungen und die Verschlüsselungsstufe separat editieren.

Tipp: Nehmen Sie die Vergrößerung Ihres WLAN-Bereichs zum Anlass, zu überprüfen, wer Ihr WLAN-Passwort kennt! Haben Sie vielleicht dem Nachbarn bei einem Besuch in Ihrer Wohnung die Login-Daten gegeben? Er könnte sich nun – dank des Repeaters – plötzlich wieder innerhalb des vergrößerten Empfangsbereichs befinden und so zum ungebetenen Zweitnutzer Ihres WLANS werden!


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2 Antworten zu “Internet Open Air: Schritt für Schritt zum starken WLAN im Garten”

  1. Busboom sagt:

    Danke für die verständliche Einführung

  2. Dietmar Steinel sagt:

    Hallo, Ihre Beschreibung der WLAN-Verstärkung bis in den Garten war sehr hilfreich.
    Ich habe mir folgendes gedacht. Unser Speedport von der Telekom steht im Wohnzimmer. Das Signal ist auf dem Balkon durch 3 Wände noch vorhanden. Von dort wollen wir etwa 100m in 2 Richtungen das Signal verstärken.
    Welches Gerät würden Sie mir empfehlen. Bei den UBI UAP Geräten ist ein Netzteil nicht inclusive? Welches wird dafür benötigt?
    Danke für eine Info.
    Dietmar Steinel

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