Rollläden kinderleicht automatisch steuern – elektrischer Rollladenantrieb macht’s möglich  

Rollläden kinderleicht automatisch steuern – elektrischer Rollladenantrieb macht’s möglich

Die automatische Steuerung von Rollläden, Jalousien und Markisen sorgt nicht nur für ein angenehmes Klima, sondern bietet auch Schutz vor Einbrechern und fungiert zusätzlich als Heizkosten- und Energiesparer, da eine optimale Wärmedämmung gegeben ist.

Rohrmotoren sind hier die erste Wahl, denn durch den direkten Antrieb entfallen fehleranfällige Standardteile wie Gurtwickler oder -bänder. Darüber hinaus lassen sie sich einfach und günstig in eine bestehende Hausautomatisierung integrieren.

Elektrische Gurtwickler versus Rohrmotoren

Wer sich für einen elektrischen Rollladenantrieb interessiert, hat prinzipiell zwei Möglichkeiten: Der elektrische Gurtwickler punktet mit zahlreichen Erweiterungsmodulen wie Zeitschaltuhr oder Dämmungszusätze.

Da er für Gurtkästen jeder Art angeboten wird, ist das Nachrüsten denkbar einfach. Der Austausch der Rollladenwelle entfällt ebenso wie das Legen einer Zuleitung, zudem ist der Gurtwickler platzsparend.

Der Rohrmotor sitzt auf der Rollladenwelle und treibt diese an. Dort wird der Rollladenpanzer eingerollt. Diese Option punktet durch ihre zahlreichen Zusatzoptionen und -programme. So lassen sich einige Modelle auch remote, etwa vom Urlaubsdomizil aus, steuern. Funkbetriebene Motoren sind nicht nur bequem, es entfallen auch die lästigen Kabel.

Doch der entscheidende Vorteil von Rohrmotoren gegenüber den elektrischen Gurtwicklern ist der Sicherheitsfaktor: Rohrmotoren blockieren den Rollladenpanzer, wenn der Sichtschutz heruntergelassen ist. Der Hochschiebeschutz sorgt für die nötige Sicherheit. Qualitativ hochwertige Rohrmotoren erkennt man an ihrer nahezu verlustfreien Kraftübertragung. Über die gesamte Betriebsdauer gesehen ist der Rohrmotor wesentlich verschleißarmer.

Die Inbetriebnahme des Rohrmotors in sieben Schritten

  1. Schrauben Sie den Motorvierkant des Motorlagers am Motorkopf fest.
  2. Schieben Sie den Wellenadapter bis zum Anschlagring auf dem Motorkopf. Dazu müssen Sie die innenliegende Nut des Adapters über den Falz des Läuferrings ziehen.
  3. Stecken Sie den Mitnehmer auf den Motorzapfen beziehungsweise auf die inneren Spreizklemmen, bis diese einrasten. Dabei sollte die aufgeschraubte Metallplatte nach außen zeigen.
  4. Schieben Sie den Motor vorsichtig bis zum Anschlag des Adapterrings in die Rollladenwelle. Positionieren Sie Adapter und Mitnehmer dabei so, dass diese in die vorgesehene Aussparung in der inneren Nut der Welle passen. Verhindern Sie unbedingt ein Verrutschen der Welle vom Adapter oder Läuferring, um späteren Problemen bei der Inbetriebnahme vorzubeugen!
  5. Schieben Sie nun die Wellenkapsel auf der anderen Seite über die Welle und schrauben Sie dann Motorlager und Gegenlager im Rollladenkasten so an, dass sich die Rollladenwelle in der Waage befindet. Im Anschluss daran können Sie das Kugellager an den Achsstift schieben.
  6. Jetzt geht es an die Montage des Motors: Legen Sie das Kugellager in das Gegenlager und positionieren Sie den Motor mit dem Motorvierkant im Motorlager. Danach legen Sie das Kugellager fest in die Lagerschale des Gegenlagers und drücken dieses an. Fixieren Sie den Motorvierkant mit dem Splint im Motorlager, indem sie letzteren leicht aufspreizen.
    Tipp: Durch Herausziehen der Wellenkapsel können Sie etwaige Ungenauigkeiten um bis zu 40 mm kompensieren.
  7. Nach der Installation müssen Sie den Rohrmotor richtig einstellen. Arbeiten Sie bei der Kalibrierung der Fahrwege und Endpunkte möglichst exakt, damit spätere Probleme vermieden werden können. Beachten Sie, dass der obere Endpunkt mit 2-3 cm Platz eingestellt werden sollte. Schließen Sie den Motor zunächst an das Stromnetz an und stellen Sie ihn auf die Position „Rollladen auf“. Danach folgt der erste Öffnungszyklus. Mit der Einstellschraube „+“ können Sie den Rollladen zur gewünschten Position bringen und erneut öffnen. Diesen Vorgang wiederholen Sie solange, bis der Rollladen die gewünschte Position erreicht hat. Ist der Öffnungszyklus eingestellt, wird der gleiche Vorgang für den Schließmechanismus wiederholt. Hier starten Sie mit der Einstellung „Rolladen zu“.
    Tipp: Bei der Erstinbetriebnahme sollte der Motor an der obersten und untersten Rollladenendlage stoppen. Trifft dies nicht zu, nehmen Sie den Motor vom Netz und korrigieren die Endanschläge.

Mehr Komfort und Kostenersparnis durch smarte Tools

Wer keine Kabel verlegen möchte, setzt auf die effizienten Funk-Rohrmotoren. So lassen sich einzelne Rollläden oder, auf Wunsch auch alle parallel, bequem vom Sofa aus steuern. Unansehnliche Taster verschwinden ganz, was der Optik des Wohnraumes zugutekommt. Dank der Rollladensteuerung per Funk lassen sich einfach und schnell individuelle Tages- und Wochenprogramme erstellen, die den Sichtschutz vollautomatisch heben und senken. Die Steuerung funktioniert mittels Zeitschaltuhren. Zusätzlich zu den Tages- oder Wochenprogrammen bieten viele Modelle auch Zufallsprogramme, die Aktivität vortäuschen und so als Abschreckung vor Einbrechern fungieren können. Dazu gibt es Ferienprogramme, Sonnen- und Dämmerungssensoren sowie die automatische Umstellung von Sommer- auf Winterzeit.

Ein weiteres Plus an Sicherheit und Kostenersparnis bieten Smart-Home-Konzepte: Das intelligente Zuhause erlaubt es, sowohl Rollläden und Markisen als auch weitere Komponenten wie Heizung, Licht sowie weitere vernetzbare Geräte von unterwegs aus bequem per App zu steuern. So bietet etwa Schellenberg, Spezialist für Antriebstechnik, Smart-Home-Lösungen, die Ihr Zuhause in wenigen Schritten intelligent machen. Die Produkte sind intuitiv steuerbar und einfach zu montieren. Eine aufwändige Verkabelung entfällt. Der modulare Aufbau des Smart-Home-Konzeptes gestattet es, neue Komponenten einfach und unkompliziert hinzuzufügen.

 

Titelbild: Adobe Stock, Dron

 

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