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MP3

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MP3 oder auch MPEG-1 Audio-Layer 3, bezeichnet die nahezu verlustfreie Komprimierung von digitalen Audiodaten. Die ersten Entwicklungsschritte wurden bereits 1982 unternommen. Ab 1989 wurde das Verfahren von der Moving Pictures Experts Group (MPEG) weiterentwickelt und 1992 als MPEG-1 festgeschrieben.


MP3-Logo

Funktionsweise

Bei diesem Verfahren werden die für das menschliche Ohr nicht mehr hörbaren Audiosignale weggelassen und somit nicht mit gespeichert. Hierdurch reduziert sich die Datenmenge um das 10-fache. Die wahrgenommene Audioqualität verschlechtert sich dabei kaum. In wie weit sich die Qualität verschlechtert, hängt sehr stark von der Bitrate der zu speichernden Datenmenge ab. Ab 128kBit/s kann man ein einiger maßen akzeptables Klangergebnis erreichen. Der optimale Kompromiss zwischen einer komprimierten Datenmenge und einer guten Klangqualität liegt bei einer Bitrate von 196kBit/s. Obwohl es mittlerweile schon viele Verfahren zur Komprimierung von Audiodaten gibt, ist MP3 das dominierende und weit verbreiteste Verfahren. Die hauptsächliche Verwendung ist die Speicherung von Musikdaten auf dem Computer oder im Internet.


Dekomprimierung

Die komprimierten Audiodaten lassen sich in der umgekehrten Reihenfolge wieder dekomprimieren. Die fehlenden Daten werden mit Hilfe einer Datenbank und einer besonderen Technik neu berechnet. Allerdings ist die Dekomprimierung ebenfalls nicht ganz verlustfrei.


Weiterentwicklungen

Um auch mit sehr niedrigen Bitraten, ab 96kBit/s, eine sehr gute Klangqualität zu erreichen, wurde das MP3 Verfahren 2001 durch das MP3PRO Verfahren weiterentwickelt. Allerdings wurde auch dieses Verfahren 2003 eingestellt und durch MPEG-4 abgelöst. Statt auf MP3 wird auf AAC (Advanced Audio Coding) gesetzt.


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