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KFZ-Fehlerspeicher

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Der Fehlerspeicher speichert technische Defekte und Störungen in einem KFZ. Er befindet sich im Steuergerät von heutigen Fahrzeugen, die eine OBD-Schnittstelle besitzen. Ständig einlaufende Messwerte werden auf Plausalität und auf Einhaltung der Grenzwerte geprüft.


Einfache Fehler

Mögliche einfache Fehler sind:

  • Kurzschluss gegen Plus
  • Kurzschluss gegen Masse
  • Unterbrechungen


Das Prinzip

In einem Steuergerät befinden sich viele einzelne Fehlerspeicher, die voneinander unabhängig arbeiten. Die erkannten Fehler werden meistens in EEPROMs gespeichert. Man unterscheidet bei den erkannten Fehlern zwischen statisch und sporadisch. Statische Fehler bleiben gespeichert, wobei sporadische Fehler automatisch wieder gelöscht werden, wenn der Fehler nach einer bestimmte Anzahl von Fahrzyklen nicht mehr auftritt. Unter einen Fahrzyklus versteht man das Ein-/Ausschalten der Zündung. Somit ist erforderlich, dass jeder Fehlerspeicher für mögliche Fehler einen Fahrzyklus-Zähler mitführt.


Fehler auslesen

Über die OBD-Schnittstelle können mit Hilfe von speziellen Lesegeräten die Fehlerspeicher ausgelesen werden. Nach Beheben des Fehlers oder der Störung, kann nur mit Hilfe eines Diagnose-Befehls der Fehlerspeicher wieder gelöscht werden. Je nach dem wie schwerwiegend ein Fehler ist, kann dieser nicht mit einfachen Hilfsmitteln zurückgesetzt werden. Der Warnhinweis soll weiterhin Bestand haben, um dem Benutzer ggf. auf mögliche Folgeschäden hinzuweisen.


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