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Interlace

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Interlace oder auf Deutsch "Zeilensprungverfahren", wurde bereits im Jahr 1920 entwickelt und im Jahr 1930 patentiert. Es dient zur Verringerung des Bildflimmerns in der Fernsehtechnik (Röhrentechnik) und wird noch heute weltweit eingesetzt. Sowohl das PAL-System (Europa), als auch das NTSC-System (USA), verwenden diese Technik.


Funktionsweise

Das Zeilensprungverfahren wurde entwickelt, um Signale mit möglichst geringen Übertragungsbandbreiten nahezu flimmerfrei anzeigen zu können. Um dieses zu realisieren, wird das vollständige Bild mit zwei unterschiedlichen Halbbildern dargestellt. Das erste Halbbild stellt nur die ungeraden Zeilen (1, 3, 5 usw) dar. Ist dieses beendet, wird das Vollbild mit dem zweiten Halbbild und den geraden Zeilen (2,4,6 usw.) vollendet. Dabei werden 50 Halbbilder pro Sekunde erzeugt, die das menschliche Auge durch seine Trägheit nur als 25 Vollbilder und dadurch als flimmerfreies Bild wahrnimmt.


HDTV Anpassung

Beim digitalen HD-Fernsehen HDTV wird weiterhin, je nach Standard, das Zeilensprungverfahren eingesetzt. Lediglich bei dem 720p-Standard wird komplett darauf verzichtet. Durch die moderne Gerätetechnik (LCD-Fernseher) ist das Verfahren auch nicht mehr notwendig.


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