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Heatpipe

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Heatpipes (auch Wärmerohre genannt) sind "Wärmetransporter" zur Ableitung von Wärme. Diese besitzen einen wesentlich kleineren Wärmewiderstand als Metalle.


CPU-Kühler mit Heatpipe

Die Vorteile

  • Es wird keine Energie von außen benötigt
  • Geringer Wärmewiderstand
  • Kostengünstig
  • Platz sparend
  • Ermöglicht die Wärmeabfuhr - keine Kühlung am Bauteil direkt notwendig
  • Durch Kapillarwirkung lageunabhängige Montage möglich


Das Prinzip

Bei den Heatpipes handelt es sich um geschlossene Hohlkörper mit einer Flüssigkeit. Diese Flüssigkeit steht unter einem gewissen Druck und wird durch das zu kühlende Bauteil erhitzt und verdampft. Am anderen Ende der Heatpipe kühlt die Flüssigkeit ab und wird wieder flüssig. Durch einen entsprechenden Innenaufbau wird diese durch die Kapillarkraft wieder zur Wärmequelle transportiert. Um die Abkühlung zu beschleunigen, ist in der Regel am Ende der Heatpipe ein Kühlkörper montiert.


Anwendung

Heatpipes werden gerade in der PC-Technik immer häufiger eingesetzt. Zum einen kann die Wärme über diese Technik an oder außerhalb der Gehäusewand geleitet werden und zum anderen wird der Luftstrom bei lüfterunterstützter Kühlung nicht mehr Richtung Platine gerichtet.


Ähnliche Verfahren

Zu den Wärmerohren gehören auch andere Verfahren die Verdampfungswärme zu nutzen. Bei der Thermosiphon-Technik wird mit schwerkraftgetriebenen Wärmerohren gearbeitet. Hier ist die Lage der Rohre zu berücksichtigen, da das flüssige Medium zurückfließen muss.


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