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ESD

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ESD steht für Electrostatic Discharge und bedeutet übersetzt "elektrostatische Entladung".

Gemeint ist die aufgrund von elektrostatischer Aufladung plötzliche entstehende Entladung. Dies hat sicherlich jeder schon einmal unangenehm erleben müssen. Bei dieser Entladung entstehen kurze, aber sehr hohe Ströme, die zum Teil spürbar und ab einer gewissen Stärke sogar sichtbar werden.


ESD-BODENBAND.jpg

Gefährdung

Die Gefahr, dass bei einer Entladung empfindliche elektronische Bauteile wie z.B. RAM's beschädigt oder zerstört werden ist sehr groß.

Beispiel: Bei MOS-FET's und E-PROMs liegt der Grenzwert bei ca. 100 Volt.

Darüber hinaus sind bei Brand- und Explosionsgefährdeten Bereichen Funken ein besonderes Sicherheitsrisiko.


Leitfähigkeit

Leitend oder Leitfähig

  • Werden Verbindungen bezeichnet die einen Widerstand von max. 1 Megaohm aufweisen.

Ableitend oder Ableitfähig

  • Sind Verbindungen vom 1 Megaohm bis 1 Gigaohm. Die Produkte weisen in der Regel einen Widerstand zwischen 10 und 100 Megaohm auf.


Wichtig ist hierbei, dass die Energie abgeführt bzw. weitergeleitet aber die Stromstärke so gering gehalten wird, dass keine Gefährdung besteht.

Der Gegenpart hierzu wird als isolierend bezeichnet.


Messfehler

Um den Widerstand von ESD-Zubehör messen zu können, werden hochwertigere Messgeräte benötigt. Ein "einfaches" Multimeter kann den hohen Widerstand nicht messen und bringt einen "unendlichen" Widerstand zur Anzeige.


Grundlage

Grundlage ist die DIN EN 61340-5-1 (VDE 0300-5-1). Inhalt dieser Norm "Elektrostatik - Teil 5-1" ist: Schutz von elektronischen Bauelementen gegen elektrostatische Phänomene.


Zubehör / Werkzeug

In der ESD-Sicherheitstechnik ist ein vielfältiges Sortiment an Werkzeugen und Zubehör-Artikel erhältlich. Eine kleine Auswahl ist hier einmal aufgeführt:


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