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Akku-Pack

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Ein Zusammenschluss von mehreren Akkumulatoren zu einem Päckchen wird als Akku-Pack bezeichnet. Der Vorteil liegt in der kompakten Form. Sie lassen sich schnell Wechseln (z.B. im Modellsport) und können leicht hergestellt werden.


Akku-Pack.jpg

Schaltungsarten

Akkumulatoren lassen sich durch folgende Schaltungsarten zu einem Akku-Pack kombinieren:


Reihenschaltung

In dieser Schaltungsart werden die Zellen hintereinander geschaltet. Es erhöht sich dadurch die Spannung bei gleichbleibender Kapazität.

Beispiel: 3 Zellen á 1,5V/1000mAh = 4,5V mit 1000mAh


Reihenschaltung


Parallelschaltung

In dieser Schaltungsart werden alle Pluspole und alle Minuspole miteinander verbunden. Die Kapazität erhöht sich bei gleichbleibender Spannung.

Beispiel: 3 Zellen á 1,5V/1000mAh = 1,5V mit 3000mAh

Parallelschaltung


Reihen- und Parallelschaltung

Bei einer Kombination beider Schaltungsarten erhöht sich sowohl die Spannung, als auch die Kapazität.

Beispiel: 9 Zellen á 1,5V/1000mAh (je 3 Zellen parallel und in Folge) = 4,5V mit 3000mAh


Reihen-/Parallelschaltung


Wichtige Hinweise!

Aufgrund des großen Energieinhaltes von konfektionierten Akku-Packs sind folgende Punkte besonders zu beachten:

1. Ausreichende elektrische Isolation der Zellen, sowie ausreichender Abstand zwischen den Zellen gewährleisten!

  • Die an den Akkus angeschweißten Lötfahnen, der Bauform Z, werden bei der Montage teilweise abgewinkelt oder abgeschnitten. Dadurch können Grate entstehen, die ein Durchstechen der Schrumpfschläuche verursachen können. Dieses wiederum kann zu einem Kurzschluss führen.


2. Auf ausreichende Wärmeabfuhr bei der Ladung und Entladung achten!

  • Gerade bei der Ladung dürfen die maximalen Temperaturgrenzen nicht überschritten werden, da sonst außerhalb der Spezifikationsparameter geladen wird. Daher sollten nur Laderäte mit Temperaturüberwachung (NTC) zum Einsatz kommen.


3. Im Akkupack sollte ein geeigneter Kurzschlussschutz (Sicherung, PTC) verbaut sein!

  • Falls möglich sollten bei sehr großen Akkupacks mehrere Sicherungssysteme verbaut werden, die unabhängig von einander arbeiten. Z.B. ein PTC als Kurzschlussschutz, ein NTC zur Temperaturmessung während der Ladung sowie eine Thermo-Sicherung (ca. 85°C bis 98°C), die beim Versagen der Temperaturüberwachung, den Akku-Pack redundant außer Betrieb nimmt.


4. Nur Ladegeräte mit zusätzlicher Temperaturüberwachung einsetzen!

  • Werden die Akkumulatoren außerhalb der vorgegebenen Temperaturparameter geladen, sinkt der Ladewirkungsgrad bei höheren Temperaturen stark ab. Dies führt dazu, dass der Akkumulator nicht vollständig geladen wird, sondern mit zusätzlicher Ladung nur noch die Temperatur gesteigert wird. Gleichzeitig wird der –dU Effekt noch geringer. Dieser, von vielen Ladegeräten zur Ladeabschaltung genutzte Effekt, ist daher kaum noch detektierbar, sodass die Temperatur unkontrolliert nach oben laufen kann.


5. Auf ausreichende Wärmeableitung beim Lötvorgang achten!

  • Durch das Verlöten des Akku-Packs kann der Akkumulator durch Hitzestau teilweise oder gänzlich zerstört oder auch nur vorgeschädigt werden. Es ist somit beim Löten auf ausreichende Wärmeabfuhr zu achten und der Lötvorgang zeitliche auf ein Minimum zu begrenzen.

Durch die Beachtung dieser Punkte können Sie mögliche Defekte an Ihren Akku-Packs weitestgehend vermeiden.


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